Reinigung: lauwarmes Wasser und weiche Bürste
Reinigen Sie Sugilith ausschließlich mit lauwarmem Wasser, einem Tropfen milder Seife und einer weichen Zahnbürste, anschließend gut abspülen und mit einem fusselfreien Tuch trocknen. Ultraschallbäder sind nicht zu empfehlen: Der Stein ist spröde und von Manganoxid-Adern und Haarrissen durchzogen, an denen die Kavitationskräfte ansetzen und Absplitterungen auslösen können. Dampfstrahler scheiden wegen der Temperaturbelastung ebenfalls aus. Falls ein Stück mit Kunstharz stabilisiert oder ein Intarsienstück verklebt ist, lösen Ultraschall und heißer Dampf zusätzlich die Klebefuge. Vermeiden Sie Lösungsmittel wie Aceton, wenn Sie nicht sicher sind, ob das Stück nachgetönt oder stabilisiert wurde. Bei stark verschmutzten Fassungen reinigen Sie besser mechanisch mit Bürste und Zahnstocher aus Holz als mit aggressiven Schmuckbädern, die häufig Ammoniak enthalten. Trocknen Sie den Stein nach der Reinigung zügig ab, statt ihn an der Luft trocknen zu lassen, damit sich keine Kalkränder in feinen Adern und an der Fassungskante absetzen.
| Einfluss | Verhalten | Empfehlung |
|---|---|---|
| Ultraschall | Absplitterungen an Adern und Rissen möglich, Klebefugen lösen sich | nicht anwenden, von Hand reinigen |
| Dampfstrahler | Temperaturbelastung und Druck, Sprungbildung möglich | nicht anwenden |
| Hitze über etwa 200 Grad | Aufhellung der Farbe belegt, Sprünge durch Temperaturschock | Flamme, Backofen und Sommerhitze im Auto meiden |
| Tageslicht | Farbe durch Mn³⁺ im Gitter stabil, kein Ausbleichen bekannt | keine besondere Vorsicht nötig |
| Säuren | greifen Karbonatbeimengungen und Manganoxid-Adern an | Beizen, Kalklöser und Haushaltsreiniger fernhalten |
| Sulfid- und Ammoniakbäder | Oberflächenflecken, Angriff auf Poren | Stein vor dem Schwarzfärben aus der Fassung nehmen |
| Reibung und Staub | Härte 5,5 bis 6,5, Quarzstaub mattiert die Politur | getrennt lagern, Ringe nicht bei Handarbeit tragen |
Hitze, Licht und Chemikalien
Die auf dreiwertigem Mangan beruhende Farbe ist im Kristallgitter verankert und damit gegenüber Tageslicht weitgehend stabil; ein Ausbleichen wie bei bestrahltem Amethyst ist nicht zu erwarten. Kritisch ist dagegen Hitze. Erhitzen wird in der Literatur ausdrücklich als Mittel genannt, um sehr dunkle Ware aufzuhellen, das heißt, die Farbe verändert sich messbar. Setzen Sie Sugilith daher keiner offenen Flamme, keinem Backofen und keiner Autoablage in der Sommersonne aus. Ebenso schädlich sind schroffe Temperaturwechsel, die bei einem spröden, rissdurchsetzten Material zu Sprüngen führen. Chemisch ist Sugilith als Silikat recht beständig, doch Säuren greifen Karbonatbeimengungen und Manganoxid-Adern an, und Sulfidbäder zum Schwarzfärben von Silber hinterlassen Flecken. Legen Sie Schmuck vor dem Schwimmbadbesuch, dem Haarefärben und der Gartenarbeit ab. Auch Parfüm, Haarspray und Sonnencreme sollten nicht auf den Stein gelangen; sie hinterlassen auf der wachsartigen Politur Schleier, die sich nur mühsam entfernen lassen.
Lagerung und einfache Echtheitsprüfung
Bewahren Sie Sugilith einzeln in einem weichen Beutel oder in einem gefächerten Etui auf. Härtere Steine wie Quarz, Topas, Saphir und Diamant zerkratzen die Oberfläche im gemeinsamen Fach innerhalb kurzer Zeit. Für die Echtheitsprüfung reichen oft einfache Mittel: Bestimmen Sie die Dichte hydrostatisch, sie muss zwischen 2,74 und 2,80 g/cm³ liegen. Am Refraktometer ergibt die Spotmethode an polierter Fläche etwa 1,61. Gefärbte Imitate aus Magnesit, Howlith oder Marmor verraten sich durch Farbanreicherung in Rissen und Bohrlöchern unter der Lupe sowie durch abweichende Dichte. Kunstharzverschnitte fühlen sich wärmer an, sind deutlich leichter und zeigen unter der Lupe Luftblasen. Ein Tropfen verdünnter Salzsäure auf einer unsichtbaren Stelle löst bei Karbonatimitaten wie Marmor und Magnesit Aufbrausen aus, bei Sugilith nicht. Einen Härtetest mit einer Nadel sollten Sie nicht an sichtbarer Stelle vornehmen; er beschädigt echten Sugilith ebenso wie ein Imitat und ersetzt keine der oben genannten Messungen.
