Gemmologisches Nachschlagewerk

Das Edelstein-Lexikon

Von Achat bis Zirkonia – 174 Edelsteine mit Bildern, gemmologischen Daten und ausführlichen Hintergrundartikeln.

Lexikon · Sternzeichen · Zwillinge

Zwillinge: Achat

Kein Stein passt formal besser zum Doppelzeichen als der Achat: Er besteht aus Lagen, die abwechselnd unterschiedlich zusammengesetzt sind.

Achat — der Stein des Zwillinge

AngabeWert
Zeitraum21. Mai – 21. Juni
ElementLuft
SteinAchat
MineralfamilieChalcedon
Mohs-Härte6,5–7
Wichtige FundländerBrasilien, Deutschland, Indien, Madagaskar, Uruguay

Woher die Zuordnung stammt

Merkur, der Herrscher der Zwillinge, wurde in den Steinbüchern mit gebänderten und vielgestaltigen Steinen verbunden. Achat war außerdem der am weitesten verbreitete Schnittstein der Antike — was seine häufige Nennung in allen überlieferten Listen erklärt.

Der Stein aus gemmologischer Sicht

Achat ist gebänderter Chalcedon, Mohs 6,5 bis 7. Die Bänderung entsteht durch rhythmische Ausfällung in Hohlräumen vulkanischer Gesteine. Die meisten bunten Achate im Handel sind gefärbt — das ist zulässig, akzeptiert und muss deklariert werden. Natürliche Achate haben gedeckte Töne in Braun, Grau und Weiß; tiefes Blau oder Pink ist praktisch immer Farbe.

Die Alternativsteine

SteinFamilieMohsFarbe
AchatChalcedon6,5–7Alle Farben in Bändern und Mustern
TigeraugeQuarz6,5–7Gold-braun mit seidigem Chatoyanz-Band
CitrinQuarz7Hellgelb, goldgelb, orange-gelb, braun-orange (Madeira), röt

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Häufige Fragen

Welcher Stein gehört zum Sternzeichen Zwillinge?
Im deutschsprachigen Handel gilt Achat als Hauptstein des Zwillinge (21. Mai – 21. Juni). Als Alternativen werden Tigerauge und Citrin genannt.
Sind Sternzeichensteine dasselbe wie Geburtssteine?
Nein. Geburtssteine folgen den Kalendermonaten, Sternzeichensteine den Tierkreiszeichen, die jeweils über zwei Monatsteile laufen. Die beiden Listen überschneiden sich nur teilweise — der <a href="geburtssteine.html">Monatsvergleich</a> zeigt, wo.
Hat die Zuordnung eine nachweisbare Wirkung?
Nein. Es handelt sich um eine kulturhistorisch gewachsene Konvention ohne belegte Wirkung. Der gemmologische Wert eines Steins bemisst sich nach Farbe, Reinheit, Schliff, Größe und Behandlung.