Gemmologisches Nachschlagewerk

Das Edelstein-Lexikon

Von Achat bis Zirkonia – 174 Edelsteine mit Bildern, gemmologischen Daten und ausführlichen Hintergrundartikeln.

Lexikon · Sternzeichen · Skorpion

Skorpion: Obsidian

Dem Skorpion wird der Obsidian zugeordnet — vulkanisches Glas, das schärfer bricht als jedes Metall und in der Steinzeit als Klingenmaterial diente.

Obsidian — der Stein des Skorpion

AngabeWert
Zeitraum24. Oktober – 22. November
ElementWasser
SteinObsidian
MineralfamilieVulkanisches Glas
Mohs-Härte5–5,5
Wichtige FundländerÄthiopien, Island, Mexiko, Türkei, USA

Woher die Zuordnung stammt

Mars und Pluto als Herrscher des Skorpions wurden mit dunklen, scharfen und verwandelnden Materialien verbunden. Obsidian ist dafür das naheliegende Beispiel: entstanden aus Feuer, erstarrt zu Glas.

Der Stein aus gemmologischer Sicht

Obsidian ist kein Mineral, sondern natürliches Gesteinsglas aus schnell abgekühlter rhyolithischer Lava, Mohs 5 bis 5,5. Er bricht muschelig mit extrem scharfen Kanten. Varietäten: Schneeflocken-Obsidian mit Cristobalit-Sphärolithen, Regenbogen-Obsidian mit irisierenden Lagen aus Magnetit-Nanokristallen, Mahagoni-Obsidian mit Eisenoxid-Bändern.

Die Alternativsteine

SteinFamilieMohsFarbe
ObsidianVulkanisches Glas5–5,5Schwarz, grau, braun, Regenbogen (Schiller), Schneeflocke (w
GranatSilikat6,5–7,5Alle Farben außer Blau
MalachitKupfercarbonat3,5–4Intensiv grün mit hellgrünen konzentrischen Bändern

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Häufige Fragen

Welcher Stein gehört zum Sternzeichen Skorpion?
Im deutschsprachigen Handel gilt Obsidian als Hauptstein des Skorpion (24. Oktober – 22. November). Als Alternativen werden Granat und Malachit genannt.
Sind Sternzeichensteine dasselbe wie Geburtssteine?
Nein. Geburtssteine folgen den Kalendermonaten, Sternzeichensteine den Tierkreiszeichen, die jeweils über zwei Monatsteile laufen. Die beiden Listen überschneiden sich nur teilweise — der <a href="geburtssteine.html">Monatsvergleich</a> zeigt, wo.
Hat die Zuordnung eine nachweisbare Wirkung?
Nein. Es handelt sich um eine kulturhistorisch gewachsene Konvention ohne belegte Wirkung. Der gemmologische Wert eines Steins bemisst sich nach Farbe, Reinheit, Schliff, Größe und Behandlung.