Reinigen ohne Ultraschall und Dampf
Für die Reinigung genügt lauwarmes Wasser mit einem Tropfen mildem Spülmittel, eine weiche Zahnbürste und ein fusselfreies Tuch zum Trocknen. Arbeiten Sie über einer Schale, nicht über dem offenen Abfluss. Von Ultraschallgeräten raten wir ab: Danburit ist spröde, und viele Steine tragen Heilrisse und Flüssigkeitseinschlüsse aus ihrer hydrothermalen Entstehung. Die Kavitation im Ultraschallbad kann solche Bahnen aufweiten und im ungünstigen Fall bis zur Oberfläche treiben. Dampfreiniger scheiden aus zwei Gründen aus: wegen der Temperatur und wegen des Drucksprungs. Die Hitzeempfindlichkeit ist bei gelben Steinen besonders relevant, weil Farbzentren abgebaut werden können. Wenn ein Stück stark verschmutzt ist, legen Sie es zehn Minuten in lauwarmes Seifenwasser und bürsten Sie anschließend vorsichtig unter der Fassung nach. Bei gefassten Steinen mit Zargenfassung achten Sie darauf, dass kein Wasser unter dem Stein stehen bleibt.
| Einfluss | Verhalten | Empfehlung |
|---|---|---|
| Ultraschallbad | Kavitation kann Heilrisse und Flüssigkeitseinschlüsse aufreißen | nicht verwenden, stattdessen lauwarmes Seifenwasser und weiche Bürste |
| Dampfreiniger | Hitze und Druckwechsel, Gefahr für Farbe und Substanz | nicht verwenden, auch nicht bei farblosen Steinen |
| Hitze und Löten | gelbe Farbzentren können abgebaut werden, thermische Spannungen | Stein vor Lötarbeiten ausbauen, heiße Ablagen meiden |
| Starkes Sonnenlicht | sehr langsames Verblassen kräftig gelber Töne | dauerhafte Schaufensterlagerung vermeiden, Tragen ist unbedenklich |
| Chemikalien | als Silikat robust, Flusssäure greift an, starke Laugen mattieren die Politur | Schmuck vor Putzen, Chlorbad und Haarpflege ablegen |
| Mechanische Belastung | Mohs 7 bis 7,5, aber spröde, Kanten splittern bei Stößen | Ringe geschützt fassen, beim Sport und bei Handarbeit ablegen |
| Lagerung | härtere Steine hinterlassen Kratzer auf der Politur | getrennt im Stoffbeutel oder gefächerten Etui aufbewahren |
Hitze, Licht und Chemikalien
Danburit reagiert auf drei Einflüsse empfindlich. Hitze kann kräftig gelbe Farben verblassen lassen, weil ein Teil der Farbe auf strahlungsinduzierten Farbzentren beruht; zudem ist der Stein thermolumineszent, gibt also beim Erwärmen Energie wieder ab. Vermeiden Sie deshalb Lötarbeiten am gefassten Stein, heiße Autoablagen und Dampfreiniger. Starkes, dauerhaftes Sonnenlicht wirkt in dieselbe Richtung, allerdings sehr viel langsamer; ein Schmuckstück in der Schatulle ist unbedenklich, ein Stein in einem Süd-Schaufenster über Jahre nicht. Gegenüber Chemikalien ist Danburit als Silikat vergleichsweise robust, doch Flusssäure greift alle Silikate an, und Haushaltsreiniger mit hohem pH-Wert können die Politur mattieren. Legen Sie Schmuck vor dem Putzen, Schwimmen im Chlorwasser, Haarefärben und Eincremen ab. Bewahren Sie Danburit getrennt auf, in einem Stoffbeutel oder in einem gefächerten Etui, damit härtere Steine wie Saphir oder Topas keine Kratzer hinterlassen.
Echtheitsprüfung mit einfachen Mitteln
Sie können viel selbst prüfen. Der erste Test ist die Waage: Ein Danburit von zehn Karat hat bei gleicher Form spürbar weniger Masse als ein Topas gleicher Abmessung, weil die Dichte 3,00 gegenüber 3,49 bis 3,57 g/cm³ beträgt; gegenüber Goshenit mit 2,66 bis 2,80 ist es umgekehrt. Der zweite Test ist die UV-Lampe: Eine blaue bis blaugrüne Fluoreszenz unter langwelligem UV, gelegentlich mit kurzem Nachleuchten, spricht klar für Danburit, während farbloser Topas und Goshenit meist inert bleiben. Der dritte Test ist die Lupe: Flüssigkeitsbahnen, Heilrisse und dunkle Sulfidkörner sind typisch, während Gasblasen und Schlieren auf Glas hindeuten. Die Bestätigung liefert das Refraktometer mit 1,627 bis 1,641 und einer Doppelbrechung von 0,006 bis 0,009 bei zweiachsigem Charakter. Bei Steinen über fünf Karat lassen Sie diese Werte am besten von einem gemmologischen Labor dokumentieren.
