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Buntkupferkies (Bornit) Lexikon · Qualität & Preis

Buntkupferkies (Bornit) – Qualität & Preis

Buntkupferkies

Was den Preis einer Bornitstufe bestimmt

Bornit ist als Mineral nicht selten, deshalb entscheidet nicht die Substanz über den Preis, sondern die Präsentation. Vier Faktoren zählen. Erstens die Kristallisation: Derbes, körniges Erz ist billig, freistehende pseudokubische Kristalle sind selten und vervielfachen den Wert. Zweitens der Fundort: Stufen aus Dzhezkazgan, Butte oder dem historischen Cornwall werden als Klassiker gehandelt und erzielen ein Vielfaches gleich aussehender Ware ohne Provenienz. Drittens die Erhaltung der Anlauffarben: Eine gewachsene, unberührte Oberfläche mit tiefem Violettblau ist wertvoller als eine abgeriebene oder nachträglich gereinigte. Viertens die Begleitminerale: Bornit mit Calcit, Quarz, Pyrit oder gediegen Silber ist deutlich gefragter als Bornit allein. Größe spielt eine Rolle, aber eine nachgeordnete. Eine ausdrucksstarke Miniatur von drei Zentimetern kann teurer sein als eine matte Kabinettstufe von zwölf Zentimetern. Karatpreise sind bei Bornit unüblich; gehandelt wird pro Stück.

Qualitätsstufe Merkmale Preisspanne
Pfauenerz, polierte Kleinteilesäurebehandelter Chalkopyrit, flächige Neonfarben, ohne Fundortangabeetwa 3 bis 8 Euro je Stück
Pfauenerz, Rohstein 50 bis 70 mmsäurebehandelter Chalkopyrit aus Zacatecas, Mexiko, 200-Gramm-Portionetwa 15 Euro je Portion
Bornit, Rohmaterial zum Schleifenderbes Adernmaterial, international nach Gewicht gehandeltetwa 0,15 bis 0,40 US-Dollar je Gramm
Bornit, Kabinettstufe WisconsinFlambeau Mine, 9 bis 11 cm, derb, teils mit Pyritetwa 40 bis 75 Euro
Bornit, Cornwall, Thumbnail bis MiniaturCarn Brea, Wheal Jewel oder Pennance, historisches Material mit Provenienznach Handelsschätzung etwa 40 bis 150 Euro
Bornit, Cabochongeschliffen, bronzebraun, ohne Anlauffarbenkein nennenswerter Eigenwert über den Schleifaufwand hinaus
Bornit, Kleinkabinett KasachstanDzhezkazgan, 8,5 cm, mit Calcit, kristallisiertetwa 1.200 US-Dollar, gut 1.100 Euro
Bornit, Kabinettstufe MontanaButte, 9,5 cm, mit Quarz und Pyrit, Klassikerprovenienzetwa 1.350 US-Dollar, gut 1.250 Euro

Preisspannen von wenigen Euro bis über tausend

Der Markt zerfällt in zwei Welten. Im Esoterik- und Dekohandel kostet säurebehandelter Chalkopyrit als Pfauenerz zwischen etwa 3 und 8 Euro je poliertem Kleinteil; 200 Gramm Rohstein der Größe 50 bis 70 Millimeter aus Zacatecas liegen bei rund 15 Euro. Im Mineralienhandel beginnen echte, deklarierte Bornitstufen aus der Flambeau Mine in Wisconsin bei etwa 40 bis 75 Euro für Stücke von neun bis elf Zentimetern. Historische cornische Miniaturen und Thumbnails werden nach Handelsschätzung meist im Bereich 40 bis 150 Euro gehandelt, abhängig von Grube und Provenienz. An der Spitze stehen Dzhezkazgan und Butte: 1.200 US-Dollar für ein Kleinkabinettstück von 8,5 Zentimetern aus Kasachstan, 1.350 US-Dollar für eine Kabinettstufe mit Quarz und Pyrit aus Montana. Rohmaterial zum Schleifen wird international mit etwa 0,15 bis 0,40 US-Dollar je Gramm gehandelt, Cabochons haben nach Einschätzung der International Gem Society keinen nennenswerten Eigenwert über den Schleifaufwand hinaus.

Die Verwechslung prüfbar auflösen

Die wichtigste Qualitätsprüfung bei Buntkupferkies ist die Artbestimmung, und sie ist mit einfachen Mitteln möglich. Der Strich auf unglasiertem Porzellan ist der schnellste Test: Bornit hinterlässt einen grauschwarzen Strich, Chalkopyrit einen grünlichschwarzen. Zweitens die frische Bruchfläche. Schlagen oder feilen Sie an einer unauffälligen Stelle an: Bornit zeigt darunter Kupferrot bis Tombakbraun, Chalkopyrit leuchtendes Messinggelb. Bei behandeltem Material sitzt die Farbe nur auf der Oberfläche und die Bruchfläche ist gelb. Drittens das Anlaufverhalten: Lassen Sie die frische Stelle offen liegen. Bornit läuft in Tagen bis Wochen von selbst blauviolett an, Chalkopyrit bleibt gelb. Viertens die Dichte, 5,06 bis 5,09 g/cm³ gegen 4,1 bis 4,3 g/cm³, was sich mit einer Feinwaage und Wasserverdrängung messen lässt. Fünftens die Härte: Bornit 3, Chalkopyrit 3,5 bis 4. Eine Kupfermünze ritzt Bornit, Chalkopyrit kaum.

Häufige Fragen

Ist säurebehandelter Chalkopyrit eine Fälschung?
Er ist eine Behandlung, die deklariert gehört. Verkauft ein Händler das Material offen als „Chalkopyrit, säurebehandelt“, ist das legitim und preislich fair. Wird es als Bornit oder Buntkupferkies ausgegeben, ist es eine Falschdeklaration. Praktisch geschieht das sehr häufig, oft ohne böse Absicht, weil der Handelsname Peacock Ore die Mineralart verwischt.
Was kostet eine gute Bornitstufe für den Einstieg?
Rechnen Sie mit 40 bis 150 Euro. In dieser Spanne bekommen Sie klar deklarierte Kabinettstufen aus der Flambeau Mine in Wisconsin oder historische Miniaturen aus Cornwall. Darunter beginnt der Bereich des behandelten Massenmaterials, darüber der Bereich der Klassiker aus Dzhezkazgan und Butte mit vierstelligen Preisen.
Lohnt sich Bornit als Wertanlage?
Nur in der Spitzenklasse, und auch dort mit Vorbehalt. Bornit ist als Mineral häufig; Wert entsteht ausschließlich über Kristallisation, Provenienz und Erhaltung. Hinzu kommt ein Risiko, das kaum ein anderes Sammlermineral hat: Die Oberfläche verändert sich weiter. Ohne trockene, dunkle Lagerung verliert eine Stufe über Jahrzehnte ihr Erscheinungsbild.