Gemmologisches Nachschlagewerk

Das Edelstein-Lexikon

Von Achat bis Zirkonia – 174 Edelsteine mit Bildern, gemmologischen Daten und ausführlichen Hintergrundartikeln.

Taaffeit Lexikon

Taaffeit Herkunft – aus den Seifen Ceylons

Taaffeit

Gem-Taaffeit hat nur wenige Adressen: Die Edelsteinseifen Sri Lankas sind die klassische Quelle, dazu kommen Funde aus Südtansania – die Urlagerstätte blieb lange ein Rätsel.

Sri Lanka – die klassische Quelle

Das meiste Gem-Taaffeit stammt aus den alluvialen Edelsteinseifen Sri Lankas, wo es – zusammen mit Spinell, Saphir und anderen Edelsteinen – aus verwittertem Gestein ausgewaschen wird. Weil Taaffeit dort unter „Spinellen“ verborgen liegt, wurde und wird das meiste Material erst beim gemmologischen Sortieren entdeckt.

Bedeutende Fundorte:
  • Sri Lanka: Edelsteinseifen – Hauptquelle für Gem-Qualität
  • Tansania (Süden): zunehmend alluviale Funde
  • Myanmar: Material aus Mogok
  • China: geringwertiges Taaffeit in Kalksedimenten
  • Erwartung: Madagaskar (geologische Nähe zu Sri Lanka/Ostafrika)

Die verborgene Urlagerstätte

Lange war unklar, aus welchem Muttergestein die srilankischen Taaffeit-Körner stammen. Der Stein bildet sich in karbonatischen Gesteinen und Skarnen – dort, wo berylliumhaltige Schmelzen auf Dolomit und Kalkstein treffen. In den Seifen findet man ihn neben Fluorit, Glimmer, Spinell und Turmalin.

Tansania und die ostafrikanische Spur

Die geologische Verbindung zwischen Sri Lanka, Madagaskar und Ostafrika lässt Gemmologen erwarten, dass Taaffeit an weiteren Stellen dieses Gürtels auftaucht. Südtansania liefert bereits Material; Madagaskar gilt als aussichtsreicher Kandidat.

Herkunft und Qualität

Die Farbe entscheidet mehr als die Fundstelle: Tief rote und violette Taaffeite, gefärbt durch Spuren von Chrom und Eisen, sind besonders selten. Das chinesische Material ist meist geringwertig. Wer Gem-Qualität sucht, orientiert sich an Sri Lanka und Tansania: Taaffeit Preis.

Häufige Fragen

Woher kommt Taaffeit?
Das meiste Gem-Taaffeit stammt aus den Edelsteinseifen Sri Lankas, dazu kommen Funde aus Südtansania und Myanmar. Geringwertiges Material tritt in China auf.
Warum war die Herkunft des Taaffeits lange unklar?
Weil das Material in alluvialen Seifen gefunden wird, war das Muttergestein lange unbekannt. Taaffeit bildet sich in karbonatischen Gesteinen und Skarnen mit berylliumhaltigen Schmelzen.
Gibt es Taaffeit in Madagaskar?
Bisher ist Madagaskar keine bestätigte Quelle, gilt aber wegen der geologischen Nähe zu Sri Lanka und Ostafrika als aussichtsreicher Kandidat für künftige Funde.
Welche Farbe ist am seltensten?
Tief rote und violette Taaffeite, gefärbt durch Spuren von Chrom und Eisen, sind besonders selten. Die häufigeren Steine sind blass mauve bis lavendelfarben.

Fazit

Sri Lanka und Tansania sind die Heimat des Gem-Taaffeits. Weil er in Seifen unter Spinellen liegt, bleibt seine Gewinnung Detektivarbeit – und seine Urlagerstätte teils ein Rätsel.