Gem-Taaffeit hat nur wenige Adressen: Die Edelsteinseifen Sri Lankas sind die klassische Quelle, dazu kommen Funde aus Südtansania – die Urlagerstätte blieb lange ein Rätsel.
Sri Lanka – die klassische Quelle
Das meiste Gem-Taaffeit stammt aus den alluvialen Edelsteinseifen Sri Lankas, wo es – zusammen mit Spinell, Saphir und anderen Edelsteinen – aus verwittertem Gestein ausgewaschen wird. Weil Taaffeit dort unter „Spinellen“ verborgen liegt, wurde und wird das meiste Material erst beim gemmologischen Sortieren entdeckt.
- Sri Lanka: Edelsteinseifen – Hauptquelle für Gem-Qualität
- Tansania (Süden): zunehmend alluviale Funde
- Myanmar: Material aus Mogok
- China: geringwertiges Taaffeit in Kalksedimenten
- Erwartung: Madagaskar (geologische Nähe zu Sri Lanka/Ostafrika)
Die verborgene Urlagerstätte
Lange war unklar, aus welchem Muttergestein die srilankischen Taaffeit-Körner stammen. Der Stein bildet sich in karbonatischen Gesteinen und Skarnen – dort, wo berylliumhaltige Schmelzen auf Dolomit und Kalkstein treffen. In den Seifen findet man ihn neben Fluorit, Glimmer, Spinell und Turmalin.
Tansania und die ostafrikanische Spur
Die geologische Verbindung zwischen Sri Lanka, Madagaskar und Ostafrika lässt Gemmologen erwarten, dass Taaffeit an weiteren Stellen dieses Gürtels auftaucht. Südtansania liefert bereits Material; Madagaskar gilt als aussichtsreicher Kandidat.
Herkunft und Qualität
Die Farbe entscheidet mehr als die Fundstelle: Tief rote und violette Taaffeite, gefärbt durch Spuren von Chrom und Eisen, sind besonders selten. Das chinesische Material ist meist geringwertig. Wer Gem-Qualität sucht, orientiert sich an Sri Lanka und Tansania: Taaffeit Preis.
Häufige Fragen
Fazit
Sri Lanka und Tansania sind die Heimat des Gem-Taaffeits. Weil er in Seifen unter Spinellen liegt, bleibt seine Gewinnung Detektivarbeit – und seine Urlagerstätte teils ein Rätsel.
