Taaffeit zu erkennen heißt, ihn vom Spinell zu trennen – und das gelingt nur über die Optik: Doppelbrechung, Brechungsindex und typische Einschlüsse.
Der Doppelbrechungstest
Das entscheidende Merkmal ist die Doppelbrechung. Im Polariskop bleibt Spinell (einfachbrechend) dunkel bzw. gleichmäßig hell beim Drehen, Taaffeit hingegen zeigt einen Wechsel. Unter der Lupe kann man an gegenüberliegenden Facettenkanten die Verdopplung erkennen – ein Zeichen, das Spinell nie zeigt.
- Optik: doppelbrechend (Spinell: einfachbrechend)
- Brechungsindex: 1,719–1,730 mit messbarer Doppelbrechung
- Härte: 8–8,5 – ritzt Topas
- Dichte: ~3,60–3,62
- Einschlüsse: häufig Apatit- und Zirkonkristalle
Brechungsindex und Refraktometer
Am Refraktometer zeigt Taaffeit zwei Werte (Doppelbrechung), Spinell nur einen. Diese Messung ist neben dem Polariskop der sicherste Weg. Beide Geräte gehören zur gemmologischen Grundausstattung – mit bloßem Auge ist die Trennung nicht möglich.
Einschlüsse und Farbe
Typische Einschlüsse im Taaffeit sind Apatit- und Zirkonkristalle. Die Farbe allein trennt ihn nicht vom Spinell, da beide in ähnlichen Mauve- und Rottönen vorkommen – sie ist ein Indiz, kein Beweis.
Häufige Fragen
Fazit
Taaffeit erkennt man nicht am Auge, sondern am Instrument: Doppelbrechung und Brechungsindex trennen ihn sicher vom Spinell. Bei diesem Wert ist die Laborprüfung unverzichtbar.
