Poudretteit ähnelt so unscheinbar häufigen Steinen, dass er lange übersehen wurde. Seine niedrige Dichte und der optische Charakter trennen ihn von Quarz und Scapolith.
Die Verwechslungsnähe
Poudretteit hat unauffällige optische Werte, die denen von Quarz, Scapolith, Apatit und Feldspat ähneln. Genau deshalb wurde er in Kanada jahrzehntelang übersehen. Die Bestimmung gelingt nicht per Augenschein, sondern nur über präzise Messung.
- Dichte: ~2,51 – Leitwert (Scapolith 2,63–2,74 höher)
- Brechungsindex: 1,51–1,53 · Doppelbrechung ~0,02
- Optik: einachsig positiv (Scapolith negativ)
- Härte: 5–5,5
- Bestätigung: Raman-/chemische Analyse bei Bedarf
Dichte und optischer Charakter
Der wichtigste Trennwert ist die niedrige Dichte von 2,51: Scapolith ist mit 2,63–2,74 deutlich schwerer. Zudem ist Poudretteit einachsig positiv, Scapolith einachsig negativ, und Feldspat ist zweiachsig. Diese Kombination grenzt Poudretteit klar ab.
Warum das Labor entscheidet
Weil die Werte nah beieinanderliegen und Poudretteit so wertvoll ist, ist eine instrumentelle Bestätigung unverzichtbar. Bei diesem Preisniveau wäre eine Verwechslung mit Quarz oder Scapolith ein teurer Fehler – die Laborprüfung ist Pflicht.
Häufige Fragen
Fazit
Poudretteit verrät sich über seine niedrige Dichte und den optischen Charakter, nicht über das Auge. Bei diesem Wert bestätigt nur das Labor – alles andere bleibt Vermutung.
