Poudretteits Name führt zu einer Steinbruchfamilie in Québec: Nach ihr ist der Stein benannt, der erst Jahrzehnte nach seiner Entdeckung als eigenständiges Mineral erkannt wurde.
Der Steinbruch und die Familie
Bereits Mitte der 1960er-Jahre sammelte man poudretteithaltige Marmor-Einschlüsse im Steinbruch der Familie Poudrette bei Mont-Saint-Hilaire. Doch weil das Mineral so unscheinbar ist, dauerte es rund zwei Jahrzehnte, bis es als neu erkannt wurde.
Die Beschreibung 1987
1987 beschrieben Joel Grice und Kollegen das Mineral offiziell und benannten es – nach der Familie Poudrette, die den Steinbruch betrieb und viel zur Mineralogie des Fundorts beitrug. Damit war Poudretteit als eigenständige Art anerkannt, blieb aber ein reines Sammlermineral.
- 1960er: erste Funde im Poudrette-Steinbruch (Kanada)
- 1987: offizielle Beschreibung, Benennung nach Familie Poudrette
- 2000: erster facettierbarer Stein aus Mogok, Myanmar
- Status: eine der seltensten Edelsteinarten der Welt
Vom Sammlermineral zum Edelstein
Die zweite Hälfte der Geschichte schrieb Mogok: Der Fund facettierbarer rosa Steine im Jahr 2000 verwandelte Poudretteit von einer mineralogischen Fußnote in einen begehrten Sammler-Edelstein. Seither steht sein Name für extreme Seltenheit.
Bedeutung heute
Poudretteit verkörpert die Faszination des Allerseltensten: ein Stein, den kaum jemand je in Händen hält, benannt nach einer Steinbruchfamilie und gefunden an zwei Enden der Welt. Sein Wert erwächst aus Rarität und Geschichte, nicht aus Mythos.
Häufige Fragen
Fazit
Poudretteit trägt den Namen einer Steinbruchfamilie und die Geschichte zweier Kontinente. Vom übersehenen Winzling zum begehrten Sammler-Edelstein – sein Wert ist seine Seltenheit.
