Der Reiz des Kornerupins liegt im Wechselspiel der Farben: Dreht man den Stein, wandert seine Farbe zwischen Grün und Braun – ein Paradebeispiel für Pleochroismus.
Was Pleochroismus bedeutet
Pleochroismus beschreibt, dass ein Kristall je nach Blickrichtung verschiedene Farben zeigt, weil er Licht richtungsabhängig unterschiedlich absorbiert. Kornerupin ist dafür bekannt: Er wechselt typischerweise zwischen farblos oder grün und bräunlich-gelb bis grünbraun – ein deutlicher Trichroismus.
- Pleochroismus: farblos/grün ↔ bräunlich-gelb
- Ursache: richtungsabhängige Lichtabsorption
- Farbursache: Beimengungen, Gitterbaufehler
- Prismatin: Bor-dominante Schwestervariante
- Selten: Sternkornerupin (Asterismus), Chatoyance
Warum die Farbe entsteht
In reiner Form ist Kornerupin farblos. Erst Beimengungen anderer Elemente und Gitterbaufehler erzeugen die grünen, braunen und gelben Töne. Weil diese Farbzentren richtungsabhängig wirken, entsteht der markante Pleochroismus – er ist damit direkt an die Farbursache gekoppelt.
Kornerupin und Prismatin
Prismatin ist ein eigenständiges, 1996 anerkanntes Mineral, das dem Kornerupin sehr nahesteht. Der Unterschied liegt im Bor-Gehalt an einer bestimmten Gitterposition: Dominiert Bor, ist es Prismatin; dominiert Silizium, ist es Kornerupin. Optisch sind beide kaum zu trennen.
Seltene Effekte
In seltenen Fällen zeigt Kornerupin im Cabochon eine Chatoyance (Katzenaugeneffekt) oder sogar einen Asterismus (Sternkornerupin). Diese Effekte entstehen durch feine parallele Einschlüsse und machen solche Steine zu besonderen Raritäten: Kornerupin Preis.
Häufige Fragen
Fazit
Der Pleochroismus ist das Markenzeichen des Kornerupins – ein Farbenspiel zwischen Grün und Braun. Mit Prismatin teilt er die Struktur, mit dem Sternkornerupin eine seltene Schönheit.
