Grüner Kornerupin ähnelt Turmalin, Peridot und Enstatit – doch sein starker Pleochroismus und seine Messwerte machen ihn im Labor sicher bestimmbar.
Der Pleochroismus als Merkmal
Ein erstes Indiz ist der ausgeprägte Pleochroismus: Dreht man den Stein, wechselt die Farbe deutlich zwischen grün und bräunlich. Zusammen mit Härte (6,5–7) und Dichte (~3,3) grenzt das Kornerupin von ähnlichen grünen Steinen ab.
- Pleochroismus: stark, grün ↔ bräunlich-gelb
- Härte: 6,5–7 · Dichte: ~3,3
- Brechungsindex: zweiachsig negativ
- Fluoreszenz: teils gelblich (grüne Steine)
- Prismatin: optisch kaum unterscheidbar
Kornerupin gegen grüne Steine
Der wichtigste Unterschied zu grünem Turmalin und Peridot liegt in den optischen Werten. Peridot hat eine deutlich höhere Doppelbrechung, Turmalin einen anderen Pleochroismus-Charakter. Enstatit und Diopsid sind weitere Kandidaten, die über Brechungsindex und Dichte getrennt werden.
Kornerupin und Prismatin
Die Abgrenzung zu Prismatin ist selbst im Labor schwierig, da sich beide nur im Bor-Gehalt an einer Gitterposition unterscheiden und optisch nahezu identisch sind. Hier hilft nur eine genaue chemische Analyse.
Häufige Fragen
Fazit
Kornerupin verrät sich durch seinen starken Pleochroismus und klare Messwerte. Von Prismatin trennt ihn nur die chemische Analyse – von Turmalin und Peridot die Optik.
