Ihr kornblumenblau ist zum Verwechseln ähnlich – doch Jeremejewit und Aquamarin trennen sich sauber über Brechungsindex, Dichte und Pleochroismus.
Warum die Verwechslung naheliegt
Beide Steine zeigen ein helles, ruhiges Blau und einen glasartigen Glanz – kein Wunder, dass die ersten namibischen Jeremejewite für Aquamarin gehalten wurden. Die Farbähnlichkeit ist groß, die inneren Werte sind es nicht.
- Brechungsindex: Jeremejewit 1,63–1,65 · Aquamarin 1,57–1,58
- Dichte: Jeremejewit ~3,25–3,28 · Aquamarin ~2,68–2,74
- Härte: Jeremejewit 6,5–7,5 · Aquamarin 7,5–8
- Chemie: Jeremejewit Borat · Aquamarin Beryll (Silikat)
- Pleochroismus: beide vorhanden, Muster unterschiedlich
Brechungsindex und Dichte als Schlüssel
Der deutlichste Unterschied ist die Dichte: Jeremejewit ist mit ~3,26 spürbar schwerer als Aquamarin (~2,7). Auch der Brechungsindex liegt beim Jeremejewit höher. Beide Werte sind mit gemmologischen Standardgeräten messbar und trennen die Steine zuverlässig.
Der Pleochroismus
Jeremejewit zeigt einen charakteristischen Pleochroismus – blaue Steine changieren zwischen kornblumenblau, farblos und hellgelb. Auch Aquamarin ist pleochroitisch, doch das Farbspiel unterscheidet sich. Für die sichere Zuordnung zählen jedoch die Messwerte, nicht der Farbeindruck allein.
Was das für Käufer bedeutet
Weil die Farbähnlichkeit groß ist, sollte man Jeremejewit nur mit gemmologischer Bestätigung kaufen. Ein blasser blauer Stein zum „Jeremejewit“-Preis kann auch ein Aquamarin sein: Jeremejewit erkennen.
Häufige Fragen
Fazit
Jeremejewit und Aquamarin teilen die Farbe, nicht die Werte: Dichte und Brechungsindex trennen sie sicher. Beim Kauf entscheidet die Messung, nicht der blaue Schein.
