Jeremejewits Geschichte beginnt in Sibirien und führt in die Wüste Namibias: Erst dort fand man die facettierbaren blauen Kristalle, die den Stein zum begehrten Sammlerobjekt machten.
Sibirien – der Erstfund 1883
Die ersten farblosen Kristalle wurden 1883 in Transbaikalien (Adun-Cholon-Gebirge bei Nertschinsk, Sibirien) gefunden und vom französischen Mineralogen Augustin Alexis Damour beschrieben. Fast ein Jahrhundert lang blieb Jeremejewit ein reines Sammlermineral in winzigen Kristallen.
- Sibirien (Russland): Typlokalität, farblose Kristalle (1883)
- Namibia (Cape Cross): erste facettierbare blaue Kristalle (1970er)
- Namibia (Erongo/Usakos): Hauptquelle seit 2001
- Eifel, Deutschland: Mikrokristalle (Wannenköpfe, Ochtendung)
- Tadschikistan, Madagaskar, Myanmar: weitere Vorkommen
Namibia – die Wende in den 1970ern
Der Durchbruch kam mit Funden bei Cape Cross nahe Swakopmund: lange, blaugrüne, pyramidale Kristalle, die sich facettieren ließen. 1976 lieferte eine Tasche etwa hundert der feinsten bekannten blauen Kristalle. Damit wurde Jeremejewit erstmals als Schmuckstein greifbar.
Das Erongo-Gebirge seit 2001
2001 wurde östlich von Cape Cross, im Erongo-Gebirge bei Usakos, eine größere Lagerstätte entdeckt. Das meiste heute gehandelte Material stammt von dort. Jeremejewit bildet sich hier als späte hydrothermale Phase in granitischen Pegmatiten, begleitet von Turmalin und Quarz.
Die Eifel und andere Quellen
In Deutschland tritt Jeremejewit als Mikrokristall im Eifel-Vulkangebiet auf (Wannenköpfe bei Ochtendung) – für Sammler reizvoll, aber nicht facettierbar. Weitere Funde stammen aus Tadschikistan, Madagaskar und Myanmar: Jeremejewit Preis.
Häufige Fragen
Fazit
Von Sibirien nach Namibia: Erst die namibischen Funde machten Jeremejewit facettierbar. Heute stammt das meiste Gem-Material aus dem Erongo-Gebirge – selten und gefragt.
