Jeremejewit erkennt man nicht am Blau, sondern an den Messwerten: Brechungsindex, Dichte und Pleochroismus trennen ihn von Aquamarin, Topas und anderen blauen Steinen.
Brechungsindex und Dichte
Die wichtigsten Merkmale sind der Brechungsindex (1,63–1,65) und die Dichte (~3,25–3,28). Beide liegen höher als beim optisch ähnlichen Aquamarin (RI ~1,57, Dichte ~2,7) und trennen die beiden sicher. Die geringe Doppelbrechung von etwa 0,007 ist ein weiteres Kennzeichen.
- Brechungsindex: 1,63–1,65 (Aquamarin niedriger)
- Dichte: ~3,25–3,28 (deutlich über Aquamarin)
- Doppelbrechung: ~0,007 – gering, aber messbar
- Pleochroismus: blau / farblos / hellgelb
- Härte: 6,5–7,5 – ritzt Glas
Der Pleochroismus
Blaue Jeremejewite zeigen einen charakteristischen Pleochroismus: Je nach Blickrichtung erscheinen sie kornblumenblau, farblos oder hellgelb; gelbe Steine changieren zwischen hellgelb und farblos. Das Dichroskop macht dieses Farbspiel sichtbar und stützt die Bestimmung.
Keine bekannten Behandlungen
Ein Vorteil für Käufer: Für Jeremejewit sind keine gängigen Behandlungen bekannt. Das gehandelte Material ist praktisch immer naturbelassen. Synthetischer Jeremejewit existiert nur als mikrokristalline Forschungsprobe ohne Schmuckrelevanz.
Häufige Fragen
Fazit
Jeremejewit bestätigt sich über Brechungsindex, Dichte und Pleochroismus – nicht über die Farbe. Ein Pluspunkt: Behandlungen sind nicht bekannt, das Material ist naturbelassen.
