Kaum eine Verwechslung hält sich so lange wie die von Sinhalit und braunem Peridot. Erst moderne Gemmologie trennte die beiden – an Dichte und optischem Charakter.
Die lange Verwechslung
Über Jahrzehnte wurden gelbbraune Steine aus Sri Lanka schlicht als brauner Peridot (Olivin) gehandelt. Farbe, Härte und Erscheinung waren zu ähnlich. Erst als Gemmologen den negativen optischen Charakter und die abweichende Dichte bemerkten, kamen Zweifel auf.
- Sinhalit: Borat MgAlBO₄, Dichte ~3,48
- Peridot: Silikat (Olivin), Dichte ~3,34
- Optischer Charakter: Sinhalit negativ, Peridot positiv
- Doppelbrechung: bei Peridot deutlich, bei Sinhalit geringer
- Farbe: Sinhalit bräunlicher, Peridot grüner
Die Aufklärung 1952
1952 untersuchten Gemmologen scheinbar eisenreiche, braune „Olivine“ – und die Werte ergaben keinen Sinn für Peridot. Die Analyse zeigte: Es handelte sich um ein Borat, nicht um ein Silikat. Damit war Sinhalit als eigenes Mineral geboren, benannt nach Ceylon.
Woran man sie unterscheidet
Der sicherste Unterschied ist die Dichte: Sinhalit ist mit ~3,48 spürbar schwerer als Peridot (~3,34). Hinzu kommt der optische Charakter (Sinhalit negativ, Peridot positiv) und die Farbe: Sinhalit neigt stärker ins Bräunliche, Peridot ins reine Grün.
Auch Citrin und Zirkon ähneln
Nicht nur Peridot: Braune bis gelbe Sinhalite können auch mit Citrin, Zirkon oder braunem Chrysoberyll verwechselt werden. Auch hier trennen Dichte und Brechungsindex die Steine sicher: Sinhalit erkennen.
Häufige Fragen
Fazit
Sinhalit und Peridot ähneln sich täuschend – doch Dichte und optischer Charakter trennen sie. Was lange als brauner Peridot galt, ist seit 1952 ein eigenes Borat-Mineral.
