Gemmologisches Nachschlagewerk

Das Edelstein-Lexikon

Von Achat bis Zirkonia – 174 Edelsteine mit Bildern, gemmologischen Daten und ausführlichen Hintergrundartikeln.

Sinhalit Lexikon

Sinhalit erkennen – gegen Peridot und Chrysoberyll

Sinhalit

Sinhalit sieht aus wie brauner Peridot – doch Dichte und optischer Charakter entlarven das seltene Borat im Labor zuverlässig.

Die entscheidenden Werte

Sinhalit bestätigt man am sichersten über die Dichte (~3,48, höher als Peridot) und den optischen Charakter (zweiachsig negativ). Zusammen mit Härte 6,5–7 und der weißen Strichfarbe grenzt das den Stein von ähnlichen Mineralen ab.

Aus der Laborpraxis – Sinhalit bestimmen:
  • Dichte: ~3,48 (Peridot ~3,34)
  • Optischer Charakter: zweiachsig negativ (Peridot positiv)
  • Härte: 6,5–7 · Strich: weiß
  • Pleochroismus: vorhanden (bräunlich-Nuancen)
  • Verwechslung: Peridot, Chrysoberyll, Zirkon, Citrin

Sinhalit gegen Peridot

Der wichtigste Fall: Gegen braunen Peridot hilft die höhere Dichte und der umgekehrte optische Charakter (Sinhalit negativ, Peridot positiv). Auch die geringere Doppelbrechung des Sinhalits ist ein Indiz – Peridot zeigt eine deutliche Facettenkanten-Verdopplung.

Sinhalit gegen Chrysoberyll und Zirkon

Brauner Chrysoberyll ist härter (Mohs 8,5) und dichter anders gelagert; Zirkon hat eine viel höhere Doppelbrechung und höhere Dichte. Über Brechungsindex, Dichte und Doppelbrechung lassen sich diese Steine klar von Sinhalit trennen.

Aus der Laborpraxis: Wir bestimmen Sinhalit über Dichte, Brechungsindex und optischen Charakter in unserem eigenen gemmologischen Labor – messbar, nachvollziehbar, seit 2002. So trennen wir ihn sicher von Peridot, Chrysoberyll und Zirkon.

Häufige Fragen

Wie erkenne ich Sinhalit?
Am sichersten über die Dichte (~3,48) und den zweiachsig negativen optischen Charakter. Zusammen mit Härte 6,5–7 und weißer Strichfarbe grenzt das Sinhalit von ähnlichen Mineralen ab.
Wie unterscheide ich Sinhalit von Peridot?
Über die höhere Dichte des Sinhalits, den umgekehrten optischen Charakter (Sinhalit negativ, Peridot positiv) und die geringere Doppelbrechung. Peridot zeigt eine deutliche Facettenverdopplung.
Kann Sinhalit mit Chrysoberyll verwechselt werden?
Ja, mit braunem Chrysoberyll. Dieser ist aber mit Mohs 8,5 deutlich härter. Über Härte, Brechungsindex und Dichte lassen sich beide sicher trennen.
Hat Sinhalit einen Pleochroismus?
Ja, Sinhalit zeigt einen Pleochroismus mit bräunlichen Nuancen. Er ist ein zusätzliches Indiz, aber weniger markant als etwa beim Kornerupin.

Fazit

Sinhalit verrät sich durch höhere Dichte und negativen optischen Charakter. Genau die Werte, die 1952 die Trennung von Peridot brachten, sichern heute die Bestimmung.