Edelsteine-World – Rubine und Edelsteine

Rubin Lexikon

Rubin Qualität – Reinheit, Behandlung und Zertifikat

Die Qualität eines Rubins ergibt sich aus dem Zusammenspiel von Farbe, Reinheit, Schliff und Behandlungsstatus. Während bei Diamanten die 4C ein standardisiertes System bieten, ist die Qualitätsbewertung bei Rubinen komplexer – und Erfahrung sowie Zertifikate spielen eine noch größere Rolle.

Reinheit – was ist bei Rubinen normal?

Rubine enthalten fast immer natürliche Einschlüsse. Das ist normal, nicht negativ. Die häufigsten Einschlusstypen:

Ein völlig einschlussloser Rubin ist extrem selten – so selten, dass er bei Fachleuten sogar Verdacht auf Glasfüllung oder Synthetik weckt.

Qualitätsstufen im Überblick

Top Gem
Pigeon Blood, keine sichtbaren Einschlüsse, unbehandelt oder nur leicht thermisch, Burma-Herkunft
Spitzenklasse
Fine Quality
Intensives Rot, sehr wenige sichtbare Einschlüsse, thermisch behandelt, gute Herkunft
Sehr gut
Good Quality
Attraktives Rot, wenige störende Einschlüsse, Standardbehandlung, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Gut
Commercial
Sichtbare Einschlüsse, behandelt, für Schmuck in mittlerem Segment geeignet
Standard
Glasfüllung
Erhebliche Glasfüllung zur Verbesserung der Transparenz – stark minderwertiger, niedriger Handelswert
Stark behandelt

Behandlungen – vollständige Übersicht

Zertifikate – welche Institute sind anerkannt?

Für hochwertige Rubine empfiehlt sich ein Zertifikat von einem der folgenden Institute:

Fazit

Qualität beim Rubin bedeutet das Gesamtbild: Farbe, Reinheit, Behandlung und Herkunft zusammen. Für Rubine ab mittlerem Wert ist ein Zertifikat keine Option, sondern Pflicht. Es schützt den Käufer und sichert den Wiederverkaufswert.