Onyx Lexikon · Übersicht

Onyx – der schwarze Edelstein: Entstehung, Farben, Schliff und Geschichte

Onyx ist einer der bekanntesten schwarzen Edelsteine überhaupt – ein feingebändertes oder einfarbiges Chalcedon-Mineral mit einer Geschichte, die über Jahrtausende zurückreicht. Von altägyptischen Schmuckstücken über römische Siegelringe bis zu modernen Trauerschmuck und Herrenschmuck: Onyx hat immer eine klare, eigenständige Stellung gehabt.

Was ist Onyx?

Onyx ist eine Varietät des Chalcedons, der selbst zur großen Familie des Quarzes gehört. Mineralogisch betrachtet handelt es sich um kryptokristallinen Quarz – also feinst kristallisierten Siliziumdioxid (SiO₂) – mit einer charakteristischen gebänderten Struktur. Die Bänder verlaufen beim Onyx im Gegensatz zu anderen Achaten parallel und geradlinig, nicht wellenförmig oder unregelmäßig.

Im täglichen Sprachgebrauch bezeichnet „Onyx" fast ausschließlich den schwarzen Onyx – einen einfarbig dunkel bis tiefschwarz gefärbten Chalcedon, der in der Realität meist durch Färbung aus grauem oder braunem Ausgangsmaterial gewonnen wird. Daneben existieren auch weiße, braun-weiße und rot-weiße Varianten, die jeweils eigene Namen tragen.

Onyx kaufen – das Wichtigste auf einen Blick

Steckbrief Onyx
  • Mineralgruppe: Quarz / Chalcedon (kryptokristallin)
  • Chemische Formel: SiO₂
  • Mohshärte: 6,5–7
  • Dichte: ca. 2,6 g/cm³
  • Glanz: Wachsglanz bis matten Glanz, poliert seidig-glänzend
  • Farben: Schwarz (häufig gefärbt), weiß, braun-weiß (Sardonyx), grau, grün
  • Bänderung: Parallel und geradlinig – charakteristisches Merkmal
  • Wichtige Herkunftsländer: Brasilien, Indien, Pakistan, Uruguay, Madagaskar
  • Behandlung: Schwarzer Onyx wird fast immer gefärbt – das ist im Handel allgemein anerkannt
  • Verwendung: Cabochons, Perlen, Cameen, Intaglios, Plättchen, Schmuck aller Art

Warum Onyx kaufen?

Onyx vereint mehrere Eigenschaften, die ihn zu einem der beliebtesten Schmucksteine überhaupt machen. Seine tiefe, gleichmäßige Schwärze lässt sich mit nahezu jedem Metallton kombinieren: In Weißgold und Silber wirkt er klar und modern, in Gelbgold kontrastreich und klassisch, in Roségold warm und zeitlos. Die Mohshärte von 6,5–7 macht ihn ausreichend robust für den täglichen Einsatz in Ringen, Armbändern und Anhängern.

Dazu kommt eine lange kulturgeschichtliche Tradition: Kein anderer schwarzer Stein hat in so vielen Kulturen und Epochen eine vergleichbare Rolle gespielt – von der Antike über die Romantik bis zur modernen Schmuckgestaltung. Wer Onyx kauft, erwirbt einen Stein mit Tiefe – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn.

Alle Themen im Überblick

Häufige Fragen

Was ist Onyx?
Onyx ist ein schwarz gebänderter Chalcedon (Mohshärte 6,5–7). Fast alles schwarze Onyx-Material im Handel ist gefärbter grauer Achat.
Wird Onyx gefärbt?
Ja, nahezu universell. Echter schwarzer Onyx ist sehr selten. Die Schwarzfärbung mit Zucker und Säure ist dauerhaft und gilt als Standard.
Wie unterscheidet sich Onyx von schwarzem Obsidian?
Onyx ist kristalliner Quarz (Mohshärte 6,5–7), Obsidian ist vulkanisches Glas (Mohshärte 5–5,5). Onyx ist fester und feiner polierbar.
Für was wird Onyx verwendet?
Kameen, Intaglien, Schmuck, Architektur und Dekoration. Sein Schwarz eignet sich für Trauerschmuck und elegante Designs.
Verwandte Edelsteine: Achat  ·  Jaspis  ·  Lapislazuli

Über dieses Lexikon

Dieses Onyx-Lexikon auf Edelsteine-24 bietet umfassende Informationen rund um den schwarzen Edelstein – von der mineralogischen Grundlage über Herkunft und Schliff bis zu Geschichte und Pflege. Alle Inhalte richten sich an Käufer, Sammler und alle, die Onyx besser verstehen möchten, bevor sie kaufen.