Grandidierit ist ein Kind Madagaskars: Dort wurde er entdeckt, dort liegt fast alles facettierbare Material. Andere Fundorte spielen für Gem-Qualität praktisch keine Rolle.
Kap Andrahomana – die Typlokalität
Grandidierit wurde 1902 am Kap Andrahomana in Südmadagaskar entdeckt – an einem Pegmatit-Aufschluss nahe der Südküste. Über ein Jahrhundert lang war dies die einzige bekannte Quelle, und sie lieferte fast nur undurchsichtiges Material.
- Kap Andrahomana, Madagaskar: Typlokalität (1902)
- Tranomaro, Madagaskar: Gem-Qualität (ab 2014/2015)
- Ilakaka-Region, Madagaskar: weitere Funde
- Sri Lanka: seltenes transparentes Material (ab 2000)
- weitere: Norwegen, USA u.a. – nur nicht-schleifbar
Der Durchbruch bei Tranomaro
Erst ab etwa 2014/2015 veränderte ein Fund nahe Tranomaro in Südmadagaskar die Lage: Hier kam facettierbares, transparenteres Material zutage. Seither ist Grandidierit als geschliffener Edelstein überhaupt greifbar – wenn auch in winzigen Mengen und meist unter fünf Karat.
Sri Lanka als Ausnahme
Ein erster transparenter Grandidierit wurde 2000 in Sri Lanka gefunden – eine gemmologische Sensation, aber eine Ausnahme. Für die Versorgung des Marktes bleibt Madagaskar die einzige nennenswerte Quelle.
Herkunft und Verfügbarkeit
Weil praktisch alles aus einer Region stammt und die Kristalle klein sind, bleibt Grandidierit dauerhaft rar. Die madagassische Herkunft ist damit fast schon Teil der Definition eines echten Gem-Grandidierits: Grandidierit Preis.
Häufige Fragen
Fazit
Grandidierit ist fast reine Madagaskar-Sache: dort entdeckt, dort gefördert. Erst der Tranomaro-Fund machte ihn als geschliffenen Stein überhaupt greifbar – und selten ist er geblieben.
