Grandidierit erkennt man vor allem an seinem starken Trichroismus – dem dreifachen Farbwechsel, der ihn von ähnlichen blaugrünen Steinen wie Lazulith trennt.
Der Trichroismus als Leitmerkmal
Das auffälligste Merkmal ist der starke Trichroismus: dunkelblaugrün, farblos und dunkelgrün je nach Blickrichtung. Mit dem Dichroskop lässt sich das gut zeigen. Kaum ein anderer blaugrüner Stein zeigt diesen dreifachen Wechsel so deutlich.
- Trichroismus: stark (blaugrün/farblos/dunkelgrün)
- Härte: 7,5 – höher als Lazulith (5,5–6)
- Brechungsindex: 1,59–1,64
- Dichte: ~2,85–3,00 – niedriger als Lazulith
- Optik: zweiachsig, deutliche Doppelbrechung
Grandidierit gegen Lazulith
Der wichtigste Verwechslungspartner ist Lazulith, der ähnliche blaugrüne Farben und Pleochroismus zeigt. Die Trennung gelingt über Härte und Dichte: Grandidierit ist härter (7,5 gegen 5,5–6), Lazulith dagegen hat einen höheren Brechungsindex und eine höhere Dichte. Die Messwerte entscheiden.
Abgrenzung zu weiteren Steinen
Auch zu blaugrünem Turmalin, Aquamarin oder Apatit ist die Abgrenzung nötig. Grandidierits Kombination aus starkem Trichroismus, Härte 7,5 und moderatem Brechungsindex ist jedoch charakteristisch genug, um ihn sicher zu bestimmen.
Häufige Fragen
Fazit
Der starke Trichroismus führt bei der Bestimmung, Härte und Dichte trennen ihn von Lazulith. Bei einer Rarität dieses Werts bestätigt das Labor den Befund.
