Das seltenste aller Edelstein-Phänomene: Ein Stein der die Farbe wechselt UND ein Katzenauge zeigt. Alexandrit-Katzenaugen sind so selten, dass selbst erfahrene Gemmologen sie selten zu Gesicht bekommen.
- Chemische Formel: BeAl₂O₄ + Cr³⁺ + Rutil-Nadeln
- Kristallsystem: Orthorhombisch
- Mohs-Härte: 8,5
- Dichte: 3,71–3,75
- Brechungsindex: 1,746–1,755
- Herkunft: Sri Lanka, Brasilien (Minas Gerais), Myanmar, Indien
- Schliff: Ausschließlich Cabochon
Das Doppelphänomen
Alexandrit zeigt Farbwechsel durch Chrom — das Metall absorbiert bestimmte Wellenlängen unterschiedlich je nach Lichtquelle. Katzenauge (Chatoyanz) entsteht durch parallele Einschlüsse (Rutilnadeln oder Hohlkanäle), die Licht senkrecht zu ihrer Ausrichtung reflektieren und ein Lichtband erzeugen. Für beide Phänomene gleichzeitig müssen Chromgehalt und Nadelausrichtung in einem Stein vereint sein — das ist vanishingly rare.
Qualitätskriterien
| Kriterium | Ideal |
|---|---|
| Farbwechsel | Klar von Grün zu Rot, keine Grautöne |
| Katzenauge | Scharf, zentriert, gleichmäßig hell |
| Transparenz | Transluzent (für beide Effekte optimal) |
| Cabochon-Qualität | Hohe Kuppe, gleichmäßige Basis |
Fundorte
Sri Lanka (Ratnapura-Gebiet) liefert historisch die meisten Alexandrit-Katzenaugen. Brasilien (Minas Gerais, besonders Hematita) ist seit den 1980er Jahren ein wichtiger Lieferant. Indische Steine aus Andhra Pradesh sind bekannt für intensiven Farbwechsel, zeigen aber oft schwächere Katzenaugen.
