Sonnenstein ist ein Feldspat – und Feldspäte brauchen etwas mehr Aufmerksamkeit als härtere Edelsteine. Mit Mohshärte 6–6,5 und zwei vollkommenen Spaltbarkeiten ist er pflegebedürftiger als Quarz, aber bei richtiger Behandlung sehr langlebig.
Reinigung
Die sicherste Reinigung: lauwarmes Wasser mit mildem Spülmittel und einem weichen Tuch. Keine Bürsten mit harten Borsten – die Oberfläche kann zerkratzt werden. Anschließend sorgfältig trocknen. Kein Ultraschallreiniger – Vibrationen können die Spaltflächen im Inneren aktivieren und zu Rissen führen. Kein Dampfreiniger.
Was Sonnenstein schadet
- Abrieb durch härtere Materialien – Quarz (Mohshärte 7), Topas (8), Korund (9) und Diamant (10) kratzen Sonnenstein; nie zusammen aufbewahren
- Starke Schläge – die zwei vollkommenen Spaltbarkeiten machen Sonnenstein empfindlich für Stöße in ungünstiger Richtung
- Ultraschall und Dampf – beide können Spaltflächen öffnen
- Starke Chemikalien – Säuren und Laugen meiden
Aufbewahrung
Sonnenstein immer separat in einem weichen Fach oder Beutel aufbewahren – getrennt von Quarz, Topas, Beryll und allen härteren Steinen. Zusammen mit anderen Feldspäten (Mondstein, Labradorit) ist die Aufbewahrung unbedenklich, da sie ähnliche Härte haben.
Fassungsschutz
Für Ringe empfiehlt sich eine Zargenfassung, die den Stein seitlich schützt und direkte Stöße auf die Spaltebenen verhindert. Krappenfassungen sind optisch schöner, setzen den Stein aber stärker Beanspruchung aus – für Alltagsringe weniger geeignet.
Fazit
Sonnenstein braucht keine aufwendige Pflege – nur Respekt vor seiner Spaltbarkeit. Wer ihn separat aufbewahrt, sanft reinigt und in schützender Fassung trägt, hat jahrelange Freude an seinem glitzernden Feldspat.