Pyrit vom Gold zu trennen ist einfach, sobald man die richtigen Prüfungen kennt: Härte, Strichfarbe und Streifung entlarven das Katzengold in Sekunden.
Pyrit gegen echtes Gold
Die drei entscheidenden Unterschiede sind mit einfachen Mitteln prüfbar: Pyrit ist hart und spröde, Gold weich und dehnbar; Pyrits Strich ist grünlichschwarz, Golds Strich goldgelb; und Pyrit trägt oft eine feine Flächenstreifung, die Gold nie zeigt.
- Härte: Pyrit ritzt Glas (Mohs 6–6,5); Gold ist weich (2,5–3)
- Strichprobe: Pyrit grünlich-/bräunlichschwarz – Gold goldgelb
- Sprödigkeit: Pyrit zerbröckelt, Gold lässt sich schneiden
- Streifung: versetzte Striation auf Würfelflächen = Pyrit
- Dichte: Pyrit ~5,0 – Gold ~19,3, also fast viermal schwerer
Pyrit gegen Markasit
Chemisch identisch, kristallografisch verschieden: Pyrit ist kubisch (Würfel), Markasit rhombisch (tafelig, „Hahnenkamm“) und heller, grünlich-messingfarben. Der praktische Unterschied ist die Haltbarkeit – Markasit zerfällt schneller. Wo die Form nicht eindeutig ist, entscheidet das Labor.
Pyrit gegen Chalkopyrit
Chalkopyrit (Kupferkies) ist dunkler goldgelb, oft bunt angelaufen und weicher (Mohs 3,5–4) – er ritzt kein Glas. Wo Pyrit hart und messinghell bleibt, ist Chalkopyrit weicher und farbschillernd.
Die Pyritpest erkennen
Ein weißlich-gelber, schwefelig riechender Belag und feiner Zerfallsstaub sind Warnzeichen der „Pyritpest“. Betroffene Stücke gehören isoliert und trocken gelagert; die Oxidation lässt sich verlangsamen, aber nicht rückgängig machen.
Häufige Fragen
Fazit
Härte, Strich und Streifung entlarven Katzengold in Sekunden. Schwieriger ist die Prognose der Haltbarkeit – hier trennt die Kristallform Pyrit vom zerfallsfreudigen Markasit.
