Painit verdankt seine Seltenheit auch seiner komplexen Chemie: Calcium, Zirkonium, Aluminium und Bor müssen zusammenkommen – eine Kombination, die die Natur kaum je zustande bringt.
Ein Borat mit vier Metallen
Die Formel CaZrAl₉O₁₅(BO₃) vereint Calcium, Zirkonium, Aluminium und Bor in einem Mineral – eine ungewöhnliche Kombination, die zur extremen Seltenheit beiträgt. Painit zählt zur Mineralklasse der Borate und bildet hexagonale, prismatische bis nadelige Kristalle mit deutlicher Streifung.
- Formel: CaZrAl₉O₁₅(BO₃) – Calcium-Zirkonium-Aluminium-Borat
- Kristallsystem: hexagonal (Raumgruppe P6₃)
- Härte: 7,5–8 · Dichte: ~4,0–4,03 g/cm³
- Brechungsindex: hoch (etwa 1,79–1,82)
- Farbe: rotbraun, orangerot, braun
- Pleochroismus: deutlich (braunrot / orangerot)
Farbe und Pleochroismus
Die rotbraune bis orangerote Farbe entsteht durch Spuren von Chrom, Vanadium und Eisen. Charakteristisch ist der ausgeprägte Pleochroismus: Je nach Blickrichtung erscheint der Stein braunrot oder orangerot – ein Merkmal, das bei der Bestimmung hilft.
Hohe Dichte, gute Härte
Mit einer Dichte um 4,0 ist Painit deutlich schwerer als viele vergleichbare Steine – ein nützliches Unterscheidungsmerkmal. Die Härte von 7,5–8 macht ihn robust genug für die seltenen Fälle, in denen er facettiert wird; meist bleibt er jedoch Sammlerkristall.
Transparenz
Die meisten Painite sind undurchsichtig bis durchscheinend; transparente, facettierbare Kristalle sind besonders selten und begehrt. Gerade diese wenigen klaren Steine machen den Reiz und den Wert des Painits aus: Painit Preis.
Häufige Fragen
Fazit
Painit ist chemisch ein Sonderfall: vier Metalle in einem Borat, rotbraun gefärbt und deutlich pleochroitisch. Seine hohe Dichte und der Pleochroismus helfen bei der Bestimmung.
