Chrysopras ist ein dankbares Schleifmaterial: Mit Mohshärte 6,5–7 ist er robust genug für verschiedene Schliffformen, und seine Transluzenz belohnt sorgfältige Politur mit einem von innen leuchtenden Grün.
Cabochon – die klassische Form
Der Cabochon ist die häufigste und beliebteste Schliffform für Chrysopras. Die gewölbte, polierte Oberfläche ohne Facetten zeigt das Apfelgrün in seiner ganzen Gleichmäßigkeit und lässt die Transluzenz optimal wirken: Licht dringt von oben ein, wandert durch den Stein und verleiht ihm ein tiefes inneres Leuchten. Runde und ovale Cabochons sind die häufigsten Formen; Freiformcabochons betonen die natürliche Zeichnung des Materials.
Facettenschliff – für klares Material
Transluzentes bis fast transparentes Chrysopras-Material kann gut facettiert werden. Facettierter Chrysopras ist seltener als Cabochons, zeigt aber eine bemerkenswerte Brillanz – das Apfelgrün leuchtet aus jeder Facette intensiv heraus. Ovale, Cushion- und Tropfenschliffe sind für Chrysopras gut geeignet.
Polierbarkeit
Chrysopras nimmt eine hervorragende Politur an und entwickelt nach sorgfältiger Bearbeitung einen schönen wachsartigen bis glasigen Glanz. Die dichte mikrokristalline Quarzstruktur macht ihn zu einem dankbaren Material – er splittert kaum und hält Kanten gut.
Platten, Cabochons und Skulpturen
Größere Chrysopras-Blöcke werden gelegentlich zu polierten Platten, Tischflächen und Skulpturen verarbeitet. Die gleichmäßige Farbe und der schöne Glanz machen Chrysopras zu einem der schönsten dekorativen Steine – in der Architektur und Inneneinrichtung seit dem Mittelalter geschätzt.
Fazit
Chrysopras ist in fast jeder Form schön – der Cabochon für Gleichmäßigkeit und inneres Leuchten, der Facettenschliff für Brillanz bei klarem Material. Die Qualität des Schliffs entscheidet, wie sehr das Apfelgrün zur Geltung kommt.