Chrysokoll leuchtet in einem Blaugrün, das an tropisches Meerwasser erinnert – warm, lebendig, unverwechselbar. Dieses intensive Türkisblau entsteht durch Kupfer, das die Oberfläche verlassener Kupferminen seit Jahrtausenden in einen farbenprächtigen Mineralschleier verwandelt.
Was ist Chrysokoll?
Chrysokoll ist ein wasserhaltiges Kupfer-Silikat mit der chemischen Formel Cu₂-xAlx(H₂-xSi₂O₅)(OH)₄ · nH₂O. Er gehört zu den sekundären Kupfermineralien – er entsteht nicht primär bei der Erstarrung von Magma, sondern als Verwitterungsprodukt kupferhaltiger Erzmineralien in der Oxidationszone von Kupferlagerstätten. Wo Kupfererze verwittern, fällt Chrysokoll aus – oft gemeinsam mit Malachit, Azurit, Türkis und anderen kupferreichen Mineralien.
Der Name leitet sich vom Griechischen ab: chrysos (Gold) und kolla (Leim) – im Altertum wurde Chrysokoll als Lötmittel beim Goldschmieden verwendet. Als Edelstein wird er wegen seiner außergewöhnlichen Farbe und seiner oft malerischen Muster aus blau, grün, schwarz und braun geschätzt.
Chrysokoll kaufen – das Wichtigste auf einen Blick
- Mineral: Wasserhaltiges Kupfer-Silikat
- Mohshärte: 2,5–3,5 (sehr weich – fast immer als Cabochon)
- Dichte: 1,93–2,40 g/cm³ (sehr leicht)
- Farbe: Türkisblau, Blaugrün, Grün – durch Kupfer
- Glanz: Matt bis wachsartig, selten glasartig
- Transparenz: Opak bis transluzent
- Herkunft: USA (Arizona), Peru, Chile, DR Kongo, Israel
- Schliff: Fast ausschließlich Cabochon
- Behandlung: Gelegentlich stabilisiert (Kunstharz)
- Besonderheit: Siliziumchrysokoll (Stellarit) – deutlich härter
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Über dieses Lexikon
Das Chrysokoll-Lexikon auf Edelsteine-24 erklärt alles Wissenswerte rund um dieses faszinierende Kupfermineral – von der Mineralogie über Farben, Herkunft und Schliff bis zu Geschichte, Pflege und Kauftipps.