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Das Edelstein-Lexikon

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Chromdiopsid Lexikon · Übersicht

Chromdiopsid – intensives Grün aus Sibiriens Tiefen

Chromdiopsid

Chromdiopsid ist der grüne Geheimtipp unter den Edelsteinen: sein sattes, reines Grün entsteht durch Chrom – denselben Mechanismus, der auch Smaragd und Tsavorit färbt – und überzeugt durch Brillanz und Naturbelassenheit zu einem Preis, der weit unter seinen grünen Konkurrenten liegt.

Was ist Chromdiopsid?

Chromdiopsid ist eine chromhaltige Varietät des Minerals Diopsid – einem Kalzium-Magnesium-Pyroxen mit der chemischen Formel CaMgSi₂O₆. In seiner reinen Form ist Diopsid farblos bis blass; erst der Einbau von Chrom (Cr³⁺) ins Kristallgitter erzeugt das charakteristische intensive Grün. Derselbe Mechanismus färbt auch Smaragd, Tsavorit und Demantoid – Chromdiopsid verdankt also seinen Farbton denselben Spurenelementen wie die teuersten grünen Edelsteine der Welt.

Der wichtigste Fundort weltweit ist Sibirien (Russland), wo Chromdiopsid in diamantführenden Kimberliten vorkommt – er entsteht buchstäblich in der Nachbarschaft von Diamanten. Weitere Vorkommen existieren in Indien, Finnland, Österreich und Nordamerika.

Chromdiopsid kaufen – das Wichtigste auf einen Blick

Steckbrief Chromdiopsid
  • Mineral: Diopsid – Kalzium-Magnesium-Pyroxen (CaMgSi₂O₆)
  • Mohshärte: 5,5–6,5
  • Dichte: 3,22–3,38 g/cm³
  • Brechungsindex: 1,664–1,730
  • Farbe: Intensives Grün durch Chrom (Cr³⁺)
  • Pleochroismus: Schwach (leicht unterschiedliche Grüntöne)
  • Glanz: Glasglanz
  • Spaltbarkeit: Deutlich in zwei Richtungen
  • Herkunft: Sibirien (Russland), Indien, Finnland, Österreich
  • Behandlung: Keine – vollständig naturbelassen

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Häufige Fragen

Was ist Chromdiopsid?
Chromdiopsid ist ein chromhaltiger Diopsid aus Sibirien mit intensiv smaragdgrüner Farbe (Mohshärte 5,5–6,5). Er gilt als günstige Alternative zu Smaragd.
Warum kommt Chromdiopsid fast nur aus Sibirien?
Die russische Jakutien-Region verfügt über chromreiche geologische Schichten. Extremklima und Abgelegenheit begrenzen die Verfügbarkeit.
Ist Chromdiopsid behandelt?
Nein – die intensive grüne Farbe ist vollständig natürlich und stabil.
Was ist der Nachteil von Chromdiopsid?
Mohshärte 5,5–6,5 macht ihn für Ringe weniger geeignet. Über 1,5 Karat werden Steine oft zu dunkel.
Verwandte Edelsteine: Smaragd  ·  Tsavorit  ·  Demantoid

Fundgebiete weltweit

FundgebietBesonderheit
RusslandJakutien (Sibirien): Chromdiopsid, weltbeste Qualität
PakistanGilgit-Baltistan: Chromdiopsid, gute Qualität
IndienTamil Nadu und Karnataka: Sternendiopsid (4-strahlig)
ÖsterreichZillertal und Tirol: historische Fundorte, kleine Stücke
MyanmarMogok: helles und dunkles Grün, selten am Markt

Über dieses Lexikon

Das Chromdiopsid-Lexikon auf Edelsteine-24 erklärt alles Wissenswerte rund um diesen intensiv grünen Pyroxen – von der Mineralogie über Herkunft und Schliff bis zu Geschichte, Pflege und Kauftipps.