Das Orange der Blei-Arsenate. Wulfenit ist eines der schönsten Minerale überhaupt — quadratische orange Tafeln mit glasklarem Glanz.
Wulfenit – das Wichtigste auf einen Blick
- Familie: Bleimolybdat (PbMoO₄)
- Chemische Formel: PbMoO₄
- Kristallsystem: Tetragonal
- Mohs-Härte: 2,5–3
- Dichte: 6,50–7,00 g/cm³
- Brechungsindex: 2,283–2,405
- Dispersion: Keine (zu hoch)
- Farben: Orange, gelb, rot, olivgrün — durch Variationen im Mo:W-Verhältnis
- Herkunft: USA (Arizona: Red Cloud Mine, Rowley Mine), Mexiko (Mapimí), Namibia, Slowenien
- Behandlung: Keine
- Seltenheit: selten (Mineralexemplar)
Wulfenit wurde 1845 nach dem österreichischen Mineralogen Franz Xaver von Wulfen (1728–1805) benannt. Die Red Cloud Mine in La Paz County, Arizona liefert die legendärsten Stücke: leuchtend orange quadratische Tafeln auf weißer Matrix. Sie gelten als die schönsten Wulfenit-Exemplare weltweit und erzielen bei Auktionen entsprechende Preise.
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Entstehung & Mineralogie
Wulfenit wurde 1845 nach dem österreichischen Mineralogen Franz Xaver von Wulfen (1728–1805) benannt. Die Red Cloud Mine in La Paz County, Arizona liefert die legendärsten Stücke: leuchtend orange quadratische Tafeln auf weißer Matrix. Sie gelten als die schönsten Wulfenit-Exemplare weltweit und erzielen bei Auktionen entsprechende Preise.
Wie entsteht Wulfenit?
Wulfenit entsteht als Sekundärmineral in der Oxidationszone blei-molybdänhaltiger Erzlagerstätten. Blei aus primären Galenit-Erzen reagiert mit Molybdat-Lösungen zu Bleimolybdat.
Blei-Molybdat: Warum so schwer und farbig
Wulfenit (PbMoO₄) enthält Blei (Pb) als Kation und Molybdat (MoO₄²⁻) als Anion. Das Blei erzeugt die hohe Dichte (6,5–7,0 g/cm³) und trägt zur hohen Brechzahl (n=2,28–2,40) bei. Das Molybdat-Ion ist verantwortlich für die Farbe: Molybdän (Mo⁶⁺) im Molybdat absorbiert blaues Licht und lässt Orange, Gelb und Rot durch. Je nach Verunreinigungen variiert das Verhältnis und damit der genaue Farbton.
Arten & Varietäten
| Varietät | Kennzeichen |
|---|---|
| Red Cloud Orange | Arizona: legendäre orange Tafeln. Spitzensammelstück. |
| Gelber Wulfenit | Molybdat-Wolframat-Mischung. Häufiger, günstiger. |
| Roter Wulfenit | Sehr selten. Durch Vanadium oder Chrom. |
| Grüner Wulfenit | Durch Vanadium. Sehr selten. |
| Mexikanischer Wulfenit | Mapimí: gute Qualität, orange bis gelb. |
| Namibischer Wulfenit | Tsumeb: historisch bedeutsam. |
Qualität & Kauf
| Merkmal | Worauf es ankommt |
|---|---|
| Red Cloud Mine | Arizona: weltberühmte leuchtend orange quadratische Tafeln auf weißer Calcit-Matrix. Die Mine ist heute weitgehend erschöpft — alte Red Cloud-Stücke sind Sammlerstücke mit steigenden Preisen. |
| Farbe | Intensives, gleichmäßiges Orange (durch reines Molybdat) ist am wertvollsten. Gelb (Molybdat + Wolframat-Mischung) und Rot (durch Spurenelemente) sind seltener. |
| Kristallform | Charakteristische quadratische Tafeln — sehr dünn und flach. Diese Form ist unverwechselbar. |
| Toxizität | Bleimolybdat: Blei ist giftig. Als fertige Kristallstufe: sicher. Nicht schleifen ohne Schutz. |
Sammlerwert
Wulfenit-Kristallstufen aus Arizona (Red Cloud) erzielen 50-5.000 EUR - je nach Kristallgröße, Farbintensität und Qualität der Kristallausbildung. Das leuchtende Orange-Rot auf weißer Matrix ist visuell unübertroffen.
Preise und Marktwert
Als Orientierung für den Kauf von Wulfenit:
| Qualitätsstufe | Preis/ct (Richtwert) |
|---|---|
| Kommerziell, Standard | 5–126 €/ct |
| Gute Qualität, eye-clean | 126–252 €/ct |
| Top-Qualität, Mexiko (Los Lamentos) | 252–500+ €/ct |
Preise variieren je nach Herkunft, Behandlung und Marktlage. Behandlung: Keine. Seltenheit: selten (Mineralexemplar).
Pflege & Aufbewahrung
| Thema | Hinweis |
|---|---|
| Pflege & Reinigung | Wulfenit (Mohs 2,5–3) ist sehr weich und bleihaltig. Als fertige Stufe: sicher, aber vorsichtig. Nicht zerbrechen. Hände nach Berührung waschen. Kein Kontakt mit Mund. Im Etui aufbewahren. |
| Zertifikate | Nicht nötig. Herkunft Red Cloud Mine werterhöhend. |
Goldorange Schmetterlingsflügel
Wulfenit (PbMoO4) ist Blei-Molybdat. Die goldorangen bis roten quadratischen Tafeln entstehen durch hydrothermale Prozesse in Blei-Erz-Lagern. Klassische Fundorte: Red Cloud Mine (Arizona), Tsumeb (Namibia), Los Lamentos (Mexiko), Bleiberg (Kärnten, Österreich). Die dünnsten Kristalltafeln aus der Red Cloud Mine gelten als Höhepunkt der Mineralienästhetik.
Über dieses Lexikon
Die Angaben zu Wulfenit stammen aus dem Lexikon von Edelsteine-24 – Direktimport seit 2002 mit eigenem gemmologischem Labor. Die Inhalte richten sich an Käufer, Sammler und alle, die den Stein fachlich einordnen möchten.
