Ein Edelstein, der in der Dunkelheit entsteht: Vivianit ist beim Abbau farblos und entwickelt erst durch Licht sein tiefes Indigoblau — einer der faszinierendsten Farbwandler der Mineralwelt.
Vivianit – das Wichtigste auf einen Blick
- Chemische Formel: Fe₃(PO₄)₂·8H₂O
- Kristallsystem: Monoklin
- Mohs-Härte: 1,5–2,0
- Dichte: 2,67–2,69
- Brechungsindex: 1,579–1,627
- Herkunft: Bolivien (Llallagua), Deutschland (Bayern), Brasilien, DR Kongo
- Seltenheit: Sehr selten als Facettierstein
Vivianit ist eines der wenigen Mineralien, die ihre Farbe durch Lichtexposition fundamental verändern. Im Erdinneren ohne Sauerstoff liegt Eisen als Fe²⁺ vor — der Kristall ist farblos oder hellgrün. An der Luft oxidieren die Fe²⁺-Ionen zu Fe³⁺, was die intensive Blaufärbung erzeugt. Daher zeigen Vivianit-Stufen oft einen Farbgradienten von farblos (im Innern) bis tiefschwarzblau (an der Oberfläche).
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Farben & Farbursachen
Farbentwicklung durch Oxidation
Vivianit ist eines der wenigen Mineralien, die ihre Farbe durch Lichtexposition fundamental verändern. Im Erdinneren ohne Sauerstoff liegt Eisen als Fe²⁺ vor — der Kristall ist farblos oder hellgrün. An der Luft oxidieren die Fe²⁺-Ionen zu Fe³⁺, was die intensive Blaufärbung erzeugt. Daher zeigen Vivianit-Stufen oft einen Farbgradienten von farblos (im Innern) bis tiefschwarzblau (an der Oberfläche).
Im Schmuck
Als Schmuckstein
Vivianit ist aufgrund der geringen Härte (1,5–2,0 Mohs) und Spaltbarkeit äußerst selten als facettierter Schmuckstein. Es ist ein Sammlermaterial für Kenner. Facettierte Steine über 5 Karat aus Bolivien sind rarste Sammlerobjekte.
Über dieses Lexikon
Die Angaben zu Vivianit stammen aus dem Lexikon von Edelsteine-24 – Direktimport seit 2002 mit eigenem gemmologischem Labor. Die Inhalte richten sich an Käufer, Sammler und alle, die den Stein fachlich einordnen möchten.
