Gemmologisches Nachschlagewerk

Das Edelstein-Lexikon

Von Achat bis Zirkonia – 174 Edelsteine mit Bildern, gemmologischen Daten und ausführlichen Hintergrundartikeln.

Serendibit Lexikon

Serendibit Eigenschaften

Serendibit

Serendibit ist chemisch ein Schwergewicht: ein komplexes Borosilikat mit vielen Elementen, hohem Brechungsindex und einem starken Pleochroismus, der ihn unverwechselbar macht.

Ein komplexes Borosilikat

Serendibit gehört zur Aenigmatit-Gruppe und hat eine der komplexeren Zusammensetzungen unter den Edelsteinen: Ca₂(Mg,Al)₆(Si,Al,B)₆O₂₀, ein Calcium-Magnesium-Aluminium-Borosilikat. Diese Vielfalt an Elementen ist typisch für Minerale, die unter besonderen metamorphen Bedingungen entstehen.

Physikalische Daten:
  • Gruppe: Aenigmatit-Gruppe, triklin
  • Härte: 6,5–7 · Dichte: ~3,42–3,52 g/cm³
  • Brechungsindex: 1,70–1,74 (hoch)
  • Doppelbrechung: deutlich, zweiachsig
  • Pleochroismus: stark (blaugrün / grünlichblau / gelblich)
  • Farbe: blaugrün, violettblau bis schwarz

Der starke Pleochroismus

Das auffälligste optische Merkmal ist der starke Pleochroismus: Transparente Serendibite zeigen je nach Blickrichtung verschiedene Farben – etwa blaugrün, grünlichblau und ein gelbliches bis farbloses Grau. Das Dichroskop macht dieses Farbspiel sichtbar und hilft, den Stein zu bestimmen.

Hohe Dichte, guter Brechungsindex

Mit einer Dichte um 3,42–3,52 und einem Brechungsindex von 1,70–1,74 gehört Serendibit zu den optisch dichteren Edelsteinen. Diese Werte erzeugen einen lebhaften Glanz und helfen zugleich bei der Abgrenzung von ähnlichen Steinen.

Härte und Verwendung

Mit Härte 6,5–7 ist Serendibit ausreichend robust für Schmuck, aber nicht so hart wie Saphir. Wegen seiner extremen Seltenheit wird er ohnehin fast nur als Sammlerstein oder in Einzelstücken verarbeitet: Serendibit erkennen.

Häufige Fragen

Welche Zusammensetzung hat Serendibit?
Ein komplexes Calcium-Borosilikat der Aenigmatit-Gruppe: Ca₂(Mg,Al)₆(Si,Al,B)₆O₂₀. Die Vielfalt an Elementen ist typisch für metamorph gebildete Minerale.
Wie hart ist Serendibit?
Mohs 6,5–7 bei einer Dichte von 3,42–3,52. Damit ist er robust genug für Schmuck, aber weicher als Saphir, und wird meist als Sammlerstein verarbeitet.
Was zeigt der Pleochroismus?
Transparente Serendibite erscheinen je nach Blickrichtung in verschiedenen Farben – etwa blaugrün, grünlichblau und gelblich. Das Dichroskop macht das sichtbar.
Hat Serendibit einen hohen Brechungsindex?
Ja, mit 1,70–1,74 gehört er zu den optisch dichteren Edelsteinen. Das erzeugt lebhaften Glanz und hilft bei der Abgrenzung von ähnlichen Steinen.

Fazit

Serendibit ist ein komplexes Borosilikat mit hohem Brechungsindex und starkem Pleochroismus. Diese optischen Merkmale machen ihn ebenso reizvoll wie bestimmbar.