Serendibit ist chemisch ein Schwergewicht: ein komplexes Borosilikat mit vielen Elementen, hohem Brechungsindex und einem starken Pleochroismus, der ihn unverwechselbar macht.
Ein komplexes Borosilikat
Serendibit gehört zur Aenigmatit-Gruppe und hat eine der komplexeren Zusammensetzungen unter den Edelsteinen: Ca₂(Mg,Al)₆(Si,Al,B)₆O₂₀, ein Calcium-Magnesium-Aluminium-Borosilikat. Diese Vielfalt an Elementen ist typisch für Minerale, die unter besonderen metamorphen Bedingungen entstehen.
- Gruppe: Aenigmatit-Gruppe, triklin
- Härte: 6,5–7 · Dichte: ~3,42–3,52 g/cm³
- Brechungsindex: 1,70–1,74 (hoch)
- Doppelbrechung: deutlich, zweiachsig
- Pleochroismus: stark (blaugrün / grünlichblau / gelblich)
- Farbe: blaugrün, violettblau bis schwarz
Der starke Pleochroismus
Das auffälligste optische Merkmal ist der starke Pleochroismus: Transparente Serendibite zeigen je nach Blickrichtung verschiedene Farben – etwa blaugrün, grünlichblau und ein gelbliches bis farbloses Grau. Das Dichroskop macht dieses Farbspiel sichtbar und hilft, den Stein zu bestimmen.
Hohe Dichte, guter Brechungsindex
Mit einer Dichte um 3,42–3,52 und einem Brechungsindex von 1,70–1,74 gehört Serendibit zu den optisch dichteren Edelsteinen. Diese Werte erzeugen einen lebhaften Glanz und helfen zugleich bei der Abgrenzung von ähnlichen Steinen.
Härte und Verwendung
Mit Härte 6,5–7 ist Serendibit ausreichend robust für Schmuck, aber nicht so hart wie Saphir. Wegen seiner extremen Seltenheit wird er ohnehin fast nur als Sammlerstein oder in Einzelstücken verarbeitet: Serendibit erkennen.
Häufige Fragen
Fazit
Serendibit ist ein komplexes Borosilikat mit hohem Brechungsindex und starkem Pleochroismus. Diese optischen Merkmale machen ihn ebenso reizvoll wie bestimmbar.
