Musgravit wurde im australischen Outback entdeckt – doch das facettierbare Gem-Material stammt heute vor allem aus Sri Lanka und Tansania. Überall ist es extrem selten.
Die Musgrave Ranges – Typlokalität
Entdeckt wurde Musgravit 1967 in den Musgrave Ranges in Südaustralien, nahe der Ernabella-Mission, die dem Stein den Namen gab. Das dortige Material entstand in hochgradig metamorphen Gesteinen – die geologische Grundlage für seine extreme Seltenheit.
- Musgrave Ranges, Australien: Typlokalität (1967)
- Sri Lanka: facettierbares Gem-Material aus Seifen
- Tansania: Gem-Qualität, u.a. für spektroskopische Studien
- Grönland, Antarktis: weitere dokumentierte Vorkommen
- Madagaskar: vereinzelt berichtet
Gem-Qualität aus Sri Lanka und Tansania
Wie beim Taaffeit liefern die Edelsteinseifen Sri Lankas und Vorkommen in Tansania das meiste schleifwürdige Material. Auch hier wird Musgravit oft erst nachträglich unter anderen Steinen erkannt – die Verwechslung mit Taaffeit inbegriffen.
Metamorphe Entstehung
Musgravit bildet sich in berylliumreichen, hochmetamorphen Umgebungen unter großer Hitze und Druck. Solche Bedingungen sind selten, und meist entstehen dabei nur kleine, rissige Kristalle – weshalb größere facettierbare Steine äußerst rar sind.
Herkunft und Bestimmung
Weil mehrere Fundorte optisch ununterscheidbares Material liefern, sagt die Herkunft wenig über die Art selbst. Entscheidend bleibt der spektroskopische Nachweis, der Musgravit von Taaffeit trennt: Musgravit oder Taaffeit.
Häufige Fragen
Fazit
Musgravit stammt aus dem Outback, sein Gem-Material aus Sri Lanka und Tansania. Überall ist er extrem selten – und überall nur spektroskopisch sicher zu bestimmen.
