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Das Edelstein-Lexikon

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Crocoite Lexikon · Übersicht

Crocoite – Eigenschaften, Herkunft und Qualität im Überblick

Krokoit

Das rote Gold der Bleimine. Crocoite hat die intensivste orangerote Farbe aller Mineralien — nadelförmige Kristalle wie Rubinnadeln.

Crocoite – das Wichtigste auf einen Blick

Steckbrief
  • Familie: Bleichromat (PbCrO₄)
  • Kristallsystem: Monoklin
  • Mohs-Härte: 2,5–3
  • Dichte: 5,90–6,10 g/cm³
  • Brechungsindex: 2,290–2,660
  • Dispersion: Extrem hoch
  • Farben: Intensives Orange-Rot — unverwechselbar, durch Blei-Chromat
  • Herkunft: Australien (Dundas, Tasmanien), Russland (Ural, Beresowsk), Brasilien, Namibia

Crocoite wurde 1766 im Ural entdeckt und nach dem griechischen "krokos" (Safran) benannt. Die Beresowsk-Goldmine im Ural war Jahrhunderte lang der Hauptfundort. Seit den 1980er Jahren liefert die Adelaide Mine in Dundas, Tasmanien die weltbesten Exemplare: scharlachrote, nadelförmige Kristalle bis 10 cm Länge auf Matrix.

Alle Themen im Überblick

Entstehung & Mineralogie

Crocoite wurde 1766 im Ural entdeckt und nach dem griechischen "krokos" (Safran) benannt. Die Beresowsk-Goldmine im Ural war Jahrhunderte lang der Hauptfundort. Seit den 1980er Jahren liefert die Adelaide Mine in Dundas, Tasmanien die weltbesten Exemplare: scharlachrote, nadelförmige Kristalle bis 10 cm Länge auf Matrix.

Wie entsteht Crocoite?

Crocoite entsteht als seltenes Sekundärmineral in der Oxidationszone bleichromhaltiger Erzlagerstätten. Blei aus Galenit reagiert mit Chromat-Lösungen (aus Chromit) zu Bleichromat.

Arten & Varietäten

VarietätKennzeichen
Tasmanisches CrocoiteAdelaide Mine: weltbeste lange Nadeln. Auktionsstück.
Ural-CrocoiteBeresowsk: historisch. Kleinere Kristalle.
Brasilianisches CrocoiteMittlere Qualität, weniger verbreitet.
Namibisches CrocoiteTsumeb: seltene Vorkommen.
Crocoite-ClusterBüschelartige Aggregate. Dekorativ.
Crocoite auf MatrixIm Muttergestein. Klassische Sammelform.

Herkunft weltweit

FundgebietBesonderheit
Australien (Tasmanien)Adelaide Mine, Dundas: weltbeste Qualität seit 1980er
RusslandBeresowsk Mine, Ural: Erstfundort 1766, historisch
BrasilienCongonhas do Campo: mittlere Qualität
NamibiaTsumeb: seltene Vorkommen

Pflege & Aufbewahrung

ThemaHinweis
Pflege & ReinigungCrocoite (Mohs 2,5–3) ist sehr weich und giftig (Bleichromat). Als fertige Stufe sicher — nicht zerbrechen, nicht erhitzen, nicht in den Mund. Hände nach Berührung waschen. Im Etui aufbewahren.
ZertifikateNicht nötig. Herkunft Tasmanien werterhöhend.

Über dieses Lexikon

Die Angaben zu Crocoite stammen aus dem Lexikon von Edelsteine-24 – Direktimport seit 2002 mit eigenem gemmologischem Labor. Die Inhalte richten sich an Käufer, Sammler und alle, die den Stein fachlich einordnen möchten.

Häufige Fragen

Warum ist tasmanisches Crocoite so begehrt?
Die Adelaide Mine in Dundas, Tasmanien liefert Crocoite-Kristalle in einer Qualität, die alle anderen Fundorte übertrifft: bis zu 10 cm lange, perfekte nadelförmige Kristalle in intensivstem Orangerot auf dunkelbrauner Eisenoxid-Matrix. Der Kontrast und die Kristallgröße sind einmalig.
Ist Crocoite gefährlich?
Als fertige Kristallstufe: nein — Bleichromat ist fest gebunden und nicht lungengängig. Gefährlich wird es beim Zerbrechen (Staubentwicklung) oder Erhitzen (Bleichromat-Dampf). Normale Sammel-Handhabung ist sicher, wenn man danach die Hände wäscht und nicht isst.
Wo genau befindet sich die Adelaide Mine?
In der Dundas-Region, West-Tasmanien, Australien. Dundas ist eine Geister-Bergbaustadt, die im frühen 20. Jahrhundert verlassen wurde. Die Mine wird heute nur noch für Mineraliensammler gelegentlich geöffnet. Tasmanische Regierung schützt das Gebiet als mineralogisch bedeutsam.