Cordierit ist als Mineral weltweit verbreitet – schleifwürdiger Iolith dagegen konzentriert sich auf wenige Regionen, fast alle entlang der alten Gondwana-Naht: Indien, Sri Lanka, Madagaskar, Ostafrika.
Indien – der Hauptlieferant
Der Löwenanteil des Handelsangebots stammt aus Indien, vor allem aus Orissa und dem südlichen Subkontinent: zuverlässige Mengen in Standard- bis guter Qualität, die den Weltmarkt preislich definieren. Indische Ware zeigt häufig das typische kräftige Blauviolett mittlerer Tonhöhe – die Basis des Iolith-Segments.
Sri Lanka – die Seifenklassiker
Aus den Edelsteinseifen der Insel – denselben, die Saphir und Chrysoberyll liefern – kommt Iolith als regelmäßiges Beifangmineral, dem historisch der Name „Wassersaphir“ anhaftet: Ceylon-Händler sortierten ihn einst neben den echten Saphiren. Qualitativ liefert die Insel bis heute schöne, klare Steine.
Madagaskar und Ostafrika – die Qualitätsspitze
Madagaskar und Tansania stehen für einen erheblichen Teil der feineren Ware: gute Transparenz, kräftige Sättigung, gelegentlich größere saubere Kristalle. Kenia ergänzt kleinere Mengen. Für uns als Direktimporteur mit ostafrikanischen Beschaffungsrouten ist Iolith ein regelmäßiger Begleiter der Tansanit- und Granat-Partien – und wird wie alles im eigenen Labor geprüft.
Weitere Fundorte
- Namibia: geschätzte, klare Qualitäten aus dem Süden des Landes
- Brasilien: wechselnde Förderung, teils größere Kristalle
- Myanmar: Beifang der klassischen Seifen
- Kanada, USA, Norwegen: mineralogisch bedeutende Cordierit-Vorkommen, schleifwürdig nur ausnahmsweise – Sammlermaterial
Häufige Fragen
Fazit
Indien liefert die Menge, Ostafrika und Madagaskar die Spitze, Ceylon die Geschichte: Iolith-Herkunft ist Geografie ohne Preisideologie – erfreulich für alle, die Steine statt Etiketten kaufen.
