Heliotrop ist selten gefälscht – doch die Abgrenzung zu Jaspis und die Erkennung gefärbter Ware verlangen den Blick auf Grund, Flecken und Härte.
Heliotrop gegen Jaspis
Beide sind mikrokristalliner Quarz, doch der Aufbau unterscheidet sie: Heliotrop hat einen chalcedonisch-wachsigen, halbtransparenten Grund mit eingestreuten roten Flecken, während Jaspis durchgehend undurchsichtig-körnig ist. Die charakteristische grün-rote Tropfenzeichnung ist das sicherste Merkmal.
- Härte: 6,5–7 – ritzt Glas, wie alle Quarze
- Grund: chalcedonisch-wachsig, nicht körnig wie reiner Jaspis
- Flecken: rote Jaspis-/Hämatitpunkte scharf abgegrenzt
- Bruch: muschelig – typisch für Chalcedon
- Lupe: gleichmäßige rote Einschlüsse, kein aufgemaltes Muster
Heliotrop gegen Plasma
Fehlen die roten Flecken, handelt es sich nicht um Heliotrop, sondern um Plasma – denselben grünen Chalcedon ohne Bluteinschlüsse. Die Unterscheidung ist rein optisch: kein Rot, kein Blutstein.
Gefärbte Imitate
Gelegentlich wird blasser grüner Chalcedon gefärbt, um Heliotrop vorzutäuschen, oder rote Punkte werden aufgetragen. Unter der Lupe wirken solche Muster aufgemalt statt eingewachsen; die Farbe sitzt auf der Oberfläche, nicht in der Tiefe. Eine Behandlung ist nach §5 UWG offenzulegen.
Häufige Fragen
Fazit
Der wachsige Grund und die eingewachsenen roten Flecken trennen Heliotrop von Jaspis und Imitat. Fehlt das Rot, ist es Plasma – sitzt es nur auf der Oberfläche, ist es gefärbt.
