Benitoit ist ein geografischer Einzelfall: Praktisch die gesamte Edelsteinqualität der Welt stammt aus einer einzigen Mine in den Bergen von San Benito County, Kalifornien.
Die Benitoit Gem Mine
Die Benitoit Gem Mine (früher Dallas Gem Mine) am Santa Rita Peak in San Benito County ist die berühmteste – und praktisch einzige – Quelle für schleifwürdigen Benitoit. Seit der Entdeckung 1907 hat sie über ein Jahrhundert lang Zehntausende Kristallstufen geliefert. Andere Fundorte weltweit bringen nur mikroskopische oder nicht schleifbare Kristalle.
- Hauptquelle: Benitoit Gem Mine, San Benito County, Kalifornien
- Muttergestein: hydrothermal veränderter Serpentinit
- Begleiter: Natrolith, Neptunit, Joaquinit
- weitere Fundorte: Japan, Arkansas u.a. – nur Mikrokristalle
- Status: Mine heute weitgehend erschöpft/nicht kommerziell aktiv
Entstehung im Serpentinit
Benitoit bildet sich unter niedriger Temperatur und hohem Druck in hydrothermal verändertem Serpentinit – Bedingungen, wie sie an Subduktionszonen herrschen. Die blauen Kristalle sitzen typischerweise in weißem Natrolith, aus dem sie erst mit Säure freigelegt werden müssen. Diese aufwendige Präparation ist Teil des Reizes der klassischen Stufen.
Neptunit und Joaquinit
Charakteristisch für die Fundstelle ist die Vergesellschaftung mit schwarzem Neptunit und honiggelbem Joaquinit. Kombinationsstufen aus blauem Benitoit und schwarzem Neptunit auf weißem Natrolith gehören zu den begehrtesten Sammlerstücken der amerikanischen Mineralogie.
Erschöpfung und Rarität
Die kommerzielle Förderung ist weitgehend beendet; neues Material ist selten. Das macht bestehende Steine und Stufen zunehmend gesucht – die Herkunft aus der Gem Mine ist dabei ein eigenes Qualitäts- und Sammlermerkmal: Benitoit Preis.
Häufige Fragen
Fazit
Benitoit stammt praktisch aus einer einzigen Mine in Kalifornien – und die ist weitgehend erschöpft. Diese Herkunft macht jeden echten Benitoit zu einem Stück amerikanischer Mineralgeschichte.
