Lazulith zeigt ein tiefes Himmelblau, das an Lapislazuli erinnert — aber als Einzelkristall, nicht als Gesteinsgemisch. Ein seltener Phosphat-Edelstein aus Österreich und Brasilien.
Lazulith – das Wichtigste auf einen Blick
- Chemische Formel: MgAl₂(PO₄)₂(OH)₂
- Kristallsystem: Monoklin
- Mohs-Härte: 5.75
- Dichte: 3,06–3,12
- Brechungsindex: 1,612–1,643
- Herkunft: Österreich (Salzburg), Brasilien, USA (Georgia)
- Behandlung: Keine
- Seltenheit: selten
Lazulith (MgAl₂(PO₄)₂(OH)₂) ist Magnesium-Aluminium-Phosphat. Das intensive Blau entsteht durch Eisen (Fe²⁺) und Titan (Ti⁴⁺) als Farbgeber. Als Mitglied der Lazulith-Scorzalit-Mischkristallreihe kann Lazulith fließend in das eisenreiche Scorzalit (FeAl₂(PO₄)₂(OH)₂) übergehen — dieses zeigt ein dunkleres, etwas grünlicheres Blau.
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Entstehung & Mineralogie
Phosphat-Blau: Selten und intensiv
Lazulith (MgAl₂(PO₄)₂(OH)₂) ist Magnesium-Aluminium-Phosphat. Das intensive Blau entsteht durch Eisen (Fe²⁺) und Titan (Ti⁴⁺) als Farbgeber. Als Mitglied der Lazulith-Scorzalit-Mischkristallreihe kann Lazulith fließend in das eisenreiche Scorzalit (FeAl₂(PO₄)₂(OH)₂) übergehen — dieses zeigt ein dunkleres, etwas grünlicheres Blau.
Herkunft weltweit
Madagaskar: Kommerzielle Quelle
Madagaskar (Betroka, Toliara-Region) liefert Lazulith in größeren Mengen für den kommerziellen Schmuckmarkt. Die Qualität ist gut, aber meist etwas weniger intensiv als österreichisches Material. Als Cabochon: 10–60 EUR/ct. Weitere Fundorte: Brasilien (Minas Gerais, Alto do Giz), USA (Crowders Mountain, North Carolina; Graves Mountain, Georgia), Schweden (Norberg).
Blauer Phosphat-Stein
Lazulith (MgAl2(PO4)2(OH)2) ist Magnesium-Aluminium-Phosphat. Intensiv blau durch Eisen und Titan. Häufig in Quarz eingewachsen (Lazulith-Quarz aus Österreich und der Schweiz, besonders Koralpe). Hauptquellen für Schmuck: Madagaskar, Brasilien, USA (Lincoln County, Georgia). Härte 5,5-6 Mohs.
Verwechslungsgefahr
Lazulith (Phosphat, blau) ist nicht gleich Lapislazuli (Gestein mit Lazurit, Calcit, Pyrit), nicht gleich Azurit (Kupfercarbonat, blau) und nicht gleich Lazurit (Mineral-Komponente in Lapislazuli). Die ähnlichen Namen verursachen häufige Verwechslungen. Refraktometer: Lazulith n=1,612-1,643.
Blauer Stein-Vergleich
| Stein | Blauton | Transparenz | Preis/ct |
|---|---|---|---|
| Lazulith | Intensivblau, kobaltartig | Opak bis transluzent | 10–400 EUR |
| Sodalith | Königsblau, gleichmäßig | Opak | 5–80 EUR |
| Lapislazuli | Tiefblau, warm | Opak | 5–500 EUR |
| Hauyn | Kobaltblau, lebhaft | Transparent | 500–15.000 EUR |
Graves Mountain: Spektakuläre Kristalle
Das Graves Mountain in Georgia (USA) ist bekannt für große, gut ausgebildete Lazulith-Kristalle in einer Rutil-Kyanit-Quarz-Paragenese. Die Kristalle können mehrere Zentimeter erreichen und sind bei Mineralsammlern sehr beliebt. Das Graves Mountain wird gelegentlich für geführte Sammelexkursionen geöffnet — ein bekanntes Ziel für amerikanische Mineralsammler.
Über dieses Lexikon
Die Angaben zu Lazulith stammen aus dem Lexikon von Edelsteine-24 – Direktimport seit 2002 mit eigenem gemmologischem Labor. Die Inhalte richten sich an Käufer, Sammler und alle, die den Stein fachlich einordnen möchten.
