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Gewichte und Größen von Brillanten

Ein Brillant ist nichts anderes als ein Diamant in einem besonderen Schliff: dem Brillantschliff mit 57 Facetten. Durch diesen besonderen Schliff wird erreicht, daß im Idealfall das komplette in den Stein eingestrahlte Licht wieder nach oben reflektiert wird und dadurch der Stein sein umwerfendes Feuer und Brillanz erhält.

Der Brillantschliff ist im Gegensatz zu anderen Schliffen in seinen Proportionen definiert und man kann daher von der Größe auf sein ungefähres Gewicht schließen und umgekehrt.
 

Gewicht Größe
0.005 Ct 1 - 1.1 mm
0.01 Ct 1.3 mm
0.02 Ct 1.7 mm
0.03 Ct 1.9 - 2.00 mm
0.04 Ct 2.2 mm
0.06 Ct 2.5 mm
0.08 Ct 2.8 mm
0.10 Ct 3.0 mm
0.12 Ct 3.2 mm
0.15 Ct 3.4 mm
0.18 Ct 3.65 mm
0.20 Ct 3.8 mm
0.25 Ct 4.1 mm
0.30 Ct 4.3 mm
0.50 Ct 5.2 mm
0.75 Ct 6.0 mm
1.00 Ct 6.6 mm
1.5 Ct 7.5 mm
2.00 Ct 8.2 mm
2.50 Ct 8.8 mm
3.00 Ct 9.4 mm
3.50 Ct 9.8 mm
4.00 Ct 10.3 mm
5.00 Ct 11.1 mm


 

Diamanttester, Diamantprüfgeräte


Um mit Diamanttestgeräten umgehen zu können, sollte man wissen, wie Diamanttester eigentlich funktionieren:
Diamanten sind mitunter die besten Wärmeleiter, die es gibt. Diese Eigenschaft machen sich Diamantprüfgeräte zu Nutzen. Die Spitze der Geräte wird auf eine definierte Temperatur erhitzt und dann wird der Wärmeabfluss auf dem Stein gemessen. Aus diesen Daten wird dann errechnet, ob es sich um einen echten Diamanten handelt oder nicht.

Aber dieser Test birgt leider viele Fehlerquellen und Gefahren:

Oft ist es so, daß gerade günstige Diamanttester kleine Steine nicht erkennen können, da hier der Wärmeabfluß relativ gering ist und das Gerät dann Zirkonia anzeigt. Bevor hier dann falsche Anschuldigungen in den Raum gestellt werden, sollte man sich das Testergebnis von einem Fachmann bestätigen lassen, bevor man sich hier in der Rolle des Verteidigers sehen muß.

Diamanttestgeräte können keine Imitate erkennen, die mit einer Diamantschicht bedampft sind. Die Spitze wird auf Diamant gehalten (auch wenn die Schicht nur sehr dünn ist), aber es ist eben Diamant und es wird Diamant angezeigt.

Diamanttestgeräte können auch keine Dupletten erkennen, die ähnlich wie Opale aus 2 Teilen zusammengesetzt sind: einem oberen echten Diamanten und darunter ein Imitat. Auch hier wird das Diamantprüfgerät auf echten Diamant aufgesetzt und erkennt diesen als echt.

Diamanttestgeräte können nur Imitate wie z.B. Zirkonias erkennen. Synthetische Diamanten werden auch als Diamant angezeigt, denn es handelt sich ja auch um echte Diamanten! Zwar keine natürliche Diamanten, sondern synthetische, aber eben Diamanten, die auch zu 100% auch Kohlenstoff bestehen und identische Eigenschaften zu natürlichen Diamanten haben.

Ein unterkühlter Zirkonia, auf den das Diamantprüfgerät aufgesetzt wird, wird oft als Diamant erkannt, da hier ein relativ großer Wärmeabfluß erfolgt. Daher Messung nur von Steinen, die Raumtemperatur haben!

Ob Diamanttestgeräte denn wirklich sinnvoll sind, muß jeder für sich entscheiden. Man muß wissen, welche Risiken diese Geräte bergen, wenn man sie verwendet.

Im Rahmen meiner gutachterlichen Tätigkeit wird die Echtheit der Steine duch Messung des Refraktionsindexes, der Ermittlung des spezifischen Gewichtes und der Analyse diamanttypischer Strukturen bestätigt. Diamanttestgeräte sind aufgrund obiger Unzulänglichkeiten nicht zu gebrauchen.


 

Was sind die Diamanten wert?

Die Grundlage für die Preisfestsetzung von Diamanten bildet die Rapaport-Liste, eine Art Großhandelspreisliste des Diamantenmarktes für die ganze Welt. Sie beruht auf den erzielten Preisen an den weltweit 23 Diamantenbörsen und ist nur zugänglich für den Fachhandel.

Aber selbst, wenn man diese List zugrunde legt, kann es enorme Preisunterschiede bei scheinbar dem gleichen Stein geben. In der Rapaport Liste werden die Steine grundsätzlich nur nach Gewicht, Farbe und Reinheit klassifiziert. Ein wesentlicher Punkt wird nicht beachtet: der Schliff. Zwischen einem guten und einem miserablen Schliff können bei gleicher Größe, Farbe und Reinheit große Preisunterschiede bestehen. Den Schliff zu beurteilen können nur fachlich qualifizierte Personen und der Aufwand rentiert sich erst bei größeren Steinen ab etwa 0.30Ct in guter Qualität.

Schliffbegutachtungen sind enorm aufwändig und werden normalerweise nur im Rahmen von Expertisen und Wertgutachten durchgeführt. Es reicht nicht sich den Stein durch die Lupe anzuschauen, sondern der Stein muß mit speziellen Geräten vermessen werden. Rein mit der Lupe kann die Schliffgüte definitiv nicht bestimmt werden. Man kann zwar einige Punkte beurteilen, die in den Schliff mit einfließen, wie Qualität der Politur und Ausführung von Rundiste und Kalette. Aber prozentuale Verteilung von Tafelgröße, Steinhöhe und Einhaltung der Schleifwinkel ist nur speziellen Geräten möglich.Wenn Ihnen in Ebay kleinere Steine mit Schliffangaben oder Proportionsangaben (vg/vg oder sehr gut etc.) angeboten werden: vergessen Sie den Anbieter. Er hat definitiv keine Ahnung und will nur abzocken. Kleinere Steine (in aller Regel bis 0.30Ct, 4.3 mm) werden nicht vermessen.

Zurück zum Preis:
wir können und werden Ihnen keine utopischen Preise nennen, nur damit Sie den Stein kaufen und in dem guten Glauben sind, ein Wahnsinnsdeal gemacht zu haben. Das wäre unseriös.

Was wir Ihnen versprechen können:
Wir importieren die Diamanten direkt und Sie kaufen die Diamanten bei uns ohne Zwischenhandel. Wir geben die Diamanten an unsere Kunden zu Großhandelskonditionen ab d.h. Sie kaufen die Diamanten und Edelsteine so, wie sie ein Juwelier kaufen würde. Gehen Sie bitte davon aus, daß sie für die Steine bei einem Juwelier etwa das Drei- bis Fünffache zahlen.

 

Wie entstehen farbige Diamanten?

Diamanten bestehen aus Kohlenstoffatomen, die im Idealfall optimal in einem kubischen System (Würfelgitter) nebeneinander angeordnet sind und ein Oktaederkristall bilden.

In der Natur ist dies jedoch nie der Fall ist und es kommt es zu Verschiebungen dieser Anordnung. Oft fehlt mal ein Atom oder es sind andere Atome, Fremdatome, mit eingelagert. Wenn ein Diamantkristall entsteht, ist es natürlich, daß sich auch andere Elemente in das Kristallgitter einfügen, gerade so, wie sie eben in der Entstehungsstätte vorkommen. Diese Frematome sind oft größer als die Kohlenstoffatome und es kommt durch die Einlagerung zu Krümmungen innerhalb der Kristallstruktur, die sich dann farblich auch auswirken. Farben bei Diamanten entstehen also schlicht durch Störungen im Kristallgitter.

Bei braunen/champagnerfarbenen/gelben Diamanten ist z.B. Stickstoff mit eingelagert. Je nachdem wieviele Stickstoffatome eingelagert sind, erscheint der Diamant schwach champagner bis stark cognacfarben.
Bei blauen Diamanten ist die Einlagerung von Bor für die Farbe verantwortlich. Kombinationen davon ergeben dann z.B. andere Farben.

 

 

Aus welchen Land stammt mein gekaufter Diamant?


Von den meisten Anbietern hört man: der Stein kommt aus Südafrika. Aber das kann mit Sicherheit leider niemand behaupten.

Der Weg der Diamanten:
70% der Steine kommen aus Afrika, der Rest kommt aus Russland, Alaska, Kanada, Indien und ein paar aus Südamerika. Die Rohdiamanten werden in aller Regel in diesen Ländern schon an den Minen von dem größten Diamantensyndikat, dem Weltkonzern de Beers, geschürft bzw. aufgekauft.

Sobald die Rohdiamanten aufgekauft sind, werden diese mit allen weltweit anderen gekauften Diamanten gemischt und nach Größe, Farbe und Reinheit sortiert. Ab hier läßt sich schon nicht mehr feststellen, wo der ursprüngliche Diamant gefunden wurde.

De Beers beliefert anschließend etwa 120 ausgewählte Händler, die direkt Steine kaufen können und zwar ausschließlich Rohdiamanten. Andere Händler als diese werden nicht beliefert und haben auch keine Chance in diesen Kreis aufzusteigen.

Jeder dieser Superhändler gibt seine Bestellung ab (mehrere hunderttausend Carat pro Order) und bekommt diese Steine normalerweise auch zugeteilt. Wenn de Beers allerdings einen Überhang einer bestimmten Qualität oder Mangel einer bestellten Qualität hat, kann die Bestellung des Kunden vom tatsächlich gelieferten Lot auch abweichen. De Beers behält sich eine Änderung ausdrücklich vor.

Die Verkäufe finden nur wenige Male im Jahr statt. Wenn jetzt mal im Lot nicht das drin ist, was der Kunde möchte, kann er das natürlich ablehnen. Allerdings ist er bei der zweiten Ablehnung raus und wird nie wieder beliefert.

Diese 120 Superhändler verkaufen die Rohsteine dann weiter. Größere, gute Steine gehen in Schleifzentren wie Antwerpen, Tel Aviv, New York und die kleineren gehen nach Asien zum Schleifen. Die hohen Lohnkosten der westlichen Schleifzentren würden kleinere Steine im Verkaufspreis unrentabel machen.

Wenn Ihnen also ein Händler sagt, daß der Stein aus Russland oder Südafrika oder sonstwo herkommt, sollte man sich überlegen, ob man es mit einem seriösen Händler zu tun hat. Diamantenkauf ist Vertrauenssache.

So ist das aber auch mit anderen Steinen. Schauen Sie mal in Ebay rein: die meisten Smaragde kommen angeblich aus Kolumbien. Alles Unsinn. Viele kommen aus Afrika wie z.B. Gambia oder anderen Ländern. Aber für den Kunden hört es sich gut an...